Mittwoch, 1. Oktober 2008

Zukunftspreis der Stadt Wien: Teil 2. Plus: Alle Informationen zum Forschungsfest

  • NEWS stellt weitere Kandidaten für den Wiener
  • Zukunftspreis 2008 vor.

Kategorie A: International tätige Unternehmen mit Forschungssitz in Wien

IBM austria. Energieeffizienz-Tool für Rechenzentren.
Durch die Entwicklung einer Bewertungsmethode für Energieeffizienz in Rechenzentren können Einsparungen von bis zu 40 Prozent Strom und damit Betriebskosten erreicht werden. „Lange wurde nur auf Rechenleistung geachtet, nicht auf den Energieverbrauch. Das ändert sich jetzt“, sagt IBM-Projektleiterin Susanne Schmidl

AVIR GREEN HILLS. Grippeimpfstoff mittels Nasenspray.
Die Biotech-AG hat einen Lebendimpfstoff entwickelt, der mittels Nasenspray verabreicht werden kann. Innovativ auch der Wirkmechanismus: „Indem wir beim Influenza-Virus den sogenannten Interferon-Antagonisten ausschalten, ist er wehrlos für die Immunantwort des Körpers“, so Geschäftsführer Thomas Muster (r.).

Kategorie B: Kreative Projekte von Newcomern und Start-up-Firmen

Heliovis. Aufblasbare Sonnenkonzentratoren.
Ein Technologiesprung im Bereich der noch teuren Stromerzeugung aus Sonnenlicht gelang dem 2008 gegründeten Start-up-Unternehmen Heliovis GesbR: Die Entwicklung eines pneumatischen, also aufblasbaren Sonnenkonzentrators namens „HELIOtube“ verspricht drastische Kostenreduktionen. „Da Spiegel und Tragkonstruktion aus Metall durch Plastikfolien ersetzt werden, ergeben sich im Vergleich zu herkömmlichen Konzentratoren Material- und Kosteneinsparungen von 60 bis zu sogar mehr als 90 Prozent“, so Technikchef Johannes Höfler.

Apeptico. Winziges Biomolekül gegen Lungenödem.
Die im August 2008 gegründete Apeptico Forschung und Entwicklung GmbH konzentriert sich auf die Erkennung und Entwicklung von innovativen Nano-Arzneimitteln zur Behandlung lebensbedrohender und chronischer Krankheiten. „Unser erstes Nanopeptid AP301 verbessert die Lungen- funktion“, so CEO Bernhard Fischer (o.).

Kategorie C: Anwendungen und Produkte, die bereits am Markt sind

Adaptivia. Intelligentes Bewässerungssystem.
Direkt auf das akute Problem der steigenden Wasserknappheit in vielen Weltgegenden zielt die Adaptivia GmbH, ein Spin-off der Universität Wien, mit WiSeWater ab. Bei dieser bedarfsorientierten Steuerung von Bewässerungsanlagen wird mit drahtlos vernetzten Sensoren der Wasserbedarf der Pflanzen ermittelt und nur die tatsächlich benötigte Wassermenge zugeführt. „Damit sind 80 Prozent Wassereinsparung möglich“, sagt Geschäftsführer Georg Simhandl.


Eine digitale Plattform für eine neue Generation von Medienkonsumenten bietet screenkids.tv. Neben Kurzdokus, Netznachrichten und Webisodes gibt es Unkonventionelles und pädagogisch anspruchsvolles Edutainment. „screenkids.tv erreicht Kinder und Jugendliche dort, wo sie sich heutzutage aufhalten – nicht mehr vor dem Fernsehapparat, sondern im Internet und unterwegs auf ihren mobilen Devices“, meint Ernst Schmiederer vom Wiener Medienlabor Blinklicht.

Forschung zum Angreifen auf dem Wiener Rathausplatz
Wiener Forschungsfest. Am 11./12. Oktober werden die neuesten Entwicklungen präsentiert.

Fünf Themenstationen. Ganz im Zeichen der Forschung steht am 11. und 12. Oktober der Wiener Rathausplatz. Das Wiener Forschungsfest 2008 zeigt breitenwirksam die neuesten Entwicklungen der Wiener Forschung in den Bereichen Gesundheit und Sport. Im knapp 2.000 m2 großen Forschungszelt gibt es fünf Themenstationen, in denen rund 40 Unternehmen – darunter Siemens, Otto Bock, Festo, Marinomed, Borealis – sowie Forschungseinrichtungen Hightech aus Wien präsentieren.

Ausprobieren und begreifen. Interaktion und ein spezielles Forschungsprogramm für Kinder stehen bei dieser spannenden Innovationsschau ganz oben: So können BesucherInnen im OP-Saal der Zukunft modernste Geräte selbst ausprobieren, an einer virtuellen Reise durch den menschlichen Körper teilnehmen, in Labors experimentieren oder auch „erfahren“, wie es ist, in einer Großstadt auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Die Einsteins der Zukunft können in 14 Forschungsstationen extra für Kids selbst experimentieren und entdecken. Für Auskünfte stehen auch mehr als 100 RatgeberInnen zur Verfügung. „Mit dem Wiener Forschungsfest wollen wir vor allem den konkreten Nutzen der Forschung für jede einzelne Wienerin, jeden einzelnen Wiener hervorstreichen“, betont Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

Freier Eintritt. Rund um das Forschungszelt gibt es ein buntes Rahmenprogramm, darunter ein Fußballroboter-Turnier. Der Eintritt zum Wiener Forschungsfest ist frei. Brauner: „Alles, was die BesucherInnen mitbringen sollen, ist Neugierde und Forschergeist.“

Die ganze Story mit noch mehr Kandidaten und den Projekten finden Sie im aktuellen NEWS.

1.10.2008 17:22