Sparbücher laut Gusenbauer sicher: Sieht keine Veranlassung zu Bankenrettungspaket
- Erhöhung der Einlagensicherung wäre falsches Signal
- Gegen "Lizitationswettbewerb" in Nachwahlkampfzeit

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Bundeskanzler Gusenbauer sieht in Österreich keine Veranlassung zu einem Bankenrettungspaket und sieht in einer Erhöhung der Einlagensicherung das falsche Signal. Während in anderen Staaten die Regierungen zu dramatischen Maßnahmen gezwungen seien, seien die Banken in Österreich im Vergleich gut aufgestellt, sagte Gusenbauer in der "Pressestunde" des ORF-Fernsehens.
Österreich sei ein Land der Sparer, mit den Spareinlagen werde das Bankensystem abgesichert, und die österreichischen Banken hätten sich zum Glück weniger in Subprime-Anlagen und offshore-Gebieten engagiert, sondern stattdessen in den Aufbau Osteuropas investiert. Daher sei Österreich in der internationalen Finanzkrise nun einer besseren Situation als andere Länder.
Gegen "Panikreaktionen"
"Die Rolle der Regierung besteht nicht darin, marktschreierisch in der Gegend herumzulaufen", sagte Gusenbauer. Es gebe keine Veranlassung zu einem Bankenrettungspakt noch für irgendwelche "Panikreaktionen". Der Bundeskanzler warnte davor, die Einlagensicherung - in Österreich mit 20.000 Euro per Person und Institut limitiert - jetzt deutlich anzuheben und sprach von einem "Lizitationswettbewerb" in der Nachwahlkampfzeit. Die Anhebung der Einlagensicherung würde nicht zu mehr Geld im Wirtschaftskreislauf führen, sondern zu mehr Hektik und Panik, meinte Gusenbauer. Österreichs Banken seien vergleichsweise besser aufgestellt als andere, weil sie nicht so risikoreiche Geschäfte gemacht hätten. "Es gibt kaum ein Land in Europa, wo Bankeinlagen so sicher sind wie in Österreich", betonte der Kanzler.
Angesprochen auf Überlegungen von SPÖ-Chef Werner Faymann, die Einlagensicherungsgrenze anzuheben, räumte Gusenbauer ein, dass man die 20.000-Euro-Grenze irgendwann anpassen müsse.
(apa/red)

