Hilfe 'von oben' jetzt auch für Banken in EU:
Werden national aber koordiniert unterstützt
- Auch Banken-Aktionäre müssen Teil der Last tragen
- Reform bei Regeln der Rechnungslegung angekündigt

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Die vier wichtigsten EU-Staaten haben sich doch noch darauf geeinigt, die europäischen Banken in der Krise zu unterstützen. Jedes Land werde das mit seinen eigenen Mitteln tun, doch man werde sich abstimmen, sagte der französische Präsident Sarkozy nach dem Gipfel in Paris. Zudem müssten die für die Krise Verantwortlichen auch die Folgen tragen, so auch die Aktionäre der notleidenden Banken.
Angesichts der schweren Finanzkrise haben die vier wichtigsten EU-Staaten auch auf die Flexibilität des EU-Stabilitätspaktes hingewiesen, der grundsätzlich eine Beschränkung des Staatsdefizits auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vorschreibt. Der Stabilitätspakt müsse die außergewöhnliche Lage berücksichtigen, und das tue er auch, sagte der französische Präsident Sarkozy nach dem Treffen im Élyséepalast. Es gebe eine Flexibilität bei den Schuldenregeln.
Mittelfristig wollen Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien einen "Gipfel der am meisten betroffenen Staaten zur Neugründung des Weltfinanzsystems". Alle Finanzmarkt-Akteure müssten Regeln unterworfen und überwacht werden, auch die Hedgefonds und Ratingagenturen, sagte Sarkozy. Der Reformgipfel solle "so schnell wie möglich" organisiert werden.
Rechnungslegung der Banken vor Reform
Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien einigten sich mit den EU-Spitzen zudem darauf, die Regeln der Rechnungslegung für die Banken zu reformieren, damit die Bildung von Spekulationsblasen künftig vermieden wird. Bis zum Monatsende wolle man eine Lösung sehen, sagte Sarkozy. Zudem solle sich eine "task force" der Zentralbanken und Ministerien mit der Krise befassen. (apa/red)

