Donnerstag, 2. Oktober 2008

KV-Runde bei AUA abgebrochen - Streik?
Gewerkschaft bereitet jetzt Maßnahmen vor

  • 3.500 kaufmännisch-technische Angestellte betroffen
  • Nächste Gesprächsrunde für 16. Oktober vereinbart

Die Verhandlungen über den Kollektivvertrag (KV) für die rund 3.500 kaufmännisch-technischen Angestellten bei der AUA (Austrian Airlines) ist erneut abgebrochen worden. Nach Angaben der Gewerkschaft hat die AUA ihr letztes Angebot von 3,7 Prozent auf 3,3 Prozent herabgesetzt. Die empörte Gewerkschaft bereitet "Maßnahmen" vor und schließt einen Streik nicht mehr aus.

Die nächste Gesprächsrunde wurde laut AUA für den 16. Oktober vereinbart. Während die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) der AUA vorwirft, das zuletzt gegebene Angebot herabgesetzt zu haben, spricht die Fluggesellschaft davon, dem Wunsch der Gewerkschaft nachgekommen zu sein und das ursprünglich angebotene Gesamtpaket (3,7 Prozent Erhöhung für alle, Erhöhung bestimmter Technikzulagen um 10 Prozent, Optimierung der Schichtpläne) entflochten und den gehaltsrechtlichen Block vom Thema Technik-Schichtplanung entkoppelt zu haben.

Die AUA hatte im neuen Paket bei der Inflationsabgeltung einen Mindesterhöhungsbetrag von 80 Euro vorgesehen, der für die niedrigeren Einkommen einen Reallohnzuwachs bedeuten würde. Das von der AUA vorgeschlagene Paket entspricht laut Unternehmenssprecherin Livia Dandrea-Böhm wertmäßig jenem von vergangener Woche.

Die Gewerkschaft zeigt sich vom Angebot der AUA empört und bereitet nun "Maßnahmen" vor, die ab der kommenden Woche über die Bühne gehen sollen. Kämpferisch meinte Betriebsrat Alfred Junghans: "Wir sind vorbereitet und gut motiviert." (apa/red)

2.10.2008 19:22