"Rezession ist nicht mehr zu vermeiden":
Deutsche Bank rechnet mit Wirtschaftskrise
- Chefvolkswirt Norbert Walter begrüßt Rettungsaktion
- Einführung einer EU-Finanzaufsichtsbehörde gefordert

·Neuer Anlauf zur
US-Banken-Rettung
Bush: Rekordetat für Verteidigungsministerium
·EU-Kommission stellt
Gesetzespaket vor
Schutz für Finanzmärkte vor weiteren Turbulenzen
·Irland: 400 Milliarden
Bürgschaft für Banken
Regierung stützt Finanz mit Mega-Staatsgarantie
·35-Milliarden-Paket Thema im Bundestag
Hypo: Größte Rettungs-
aktion der Geschichte
Die Deutschen müssen sich nach Ansicht der Deutschen Bank auf einen Wirtschaftsabschwung einstellen. "Eine Rezession ist für die alte Welt, also USA, Europa, Japan, nicht mehr zu vermeiden", sagte Chefvolkswirt Norbert Walter. Zu viel sei schief gelaufen. Im Hinblick auf das Scheitern des milliardenschweren US-Rettungsplans erwartet der Ökonom, dass es zu einer großen Lösung kommt. "Und zwar noch in dieser Woche." - Tatsächlich will der US-Senat noch darüber abstimmen.
Walter befürwortete gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" die Milliardenbürgschaft für die angeschlagene Hypo Real Estate (HRE). Der Zusammenbruch der HRE hätte die wichtige Institution des Pfandbriefs gefährdet. "Das Krisenmanagement in Deutschland ist im internationalen Vergleich durchaus professionell", sagte Walter. Gleichzeitig machte er sich für eine europäische Finanzaufsicht stark, die etwa die Statur der Europäischen Zentralbank habe. Die Rettungsaktionen seien bei den nationalen Behörden nicht ideal aufgehoben.
(apa/red)

