CL-Gruppenfavoriten thronen an der Spitze:
"Weißes Ballett" glänzt mit weißer Weste
- ManU: Berbatov glänzt - Rooney und Scholes verletzt
- FC Bayern kämpft mit schlechter Chancenauswertung
·FC Bayern schafft gegen Lyon nur ein 1:1
Champions League: Siege
für Real, ManU & Arsenal
·Champions League: Auslosung 2009/10
Spiele und Ergebnisse
der Fußball-Elite-Liga

Nach den Dienstagsspielen der 2. Runde in der Fußball-Champions-League steht mit Manchester United (Gruppe E), Bayern München (F), Arsenal (G) und Real Madrid (H) jeweils der Gruppenfavorit an der Tabellenspitze. ManU (3:0 bei Aalborg), die Münchner (1:1 gegen Lyon) und Arsenal (4:0 gegen Porto) halten jeweils bei vier Zählern, während die Madrilenen (2:1 bei Zenit St. Petersburg) das Punktemaximum haben.
Beim 3:0-Triumph von Manchester United in Dänemark stand der bulgarische Zugang Dimitar Berbatow nach seinem Doppelpack (55., 79.) im Mittelpunkt. "Ich habe gewusst, dass es nicht lange dauern wird, bis ich treffe", sagte der Ex-Tottenham-Stürmer, der auch Lob von seinem Chefcoach Alex Ferguson bekam. "Er ist auf einem guten Weg, vor allem das zweite Tor war typisch für einen echten Torjäger."
Scholes lange out
Doch der englische Meister reiste auch mit Sorgen im Gepäck zurück nach Manchester, da Routinier Paul Scholes bereits nach 15 Minuten aufgrund einer Knieverletzung vom Feld getragen werden musste und bis zu zwei Monate ausfallen könnte. "Das trübt die Stimmung", so Ferguson. Scholes hatte auch in der vergangenen Saison wegen einer Knieoperation drei Monate pausieren müssen.
Zudem verletzte sich 1:0-Torschütze Wayne Rooney (22.) in der Schlussphase am Knöchel und ist damit für das Samstagsspiel in der Meisterschaft bei den Blackburn Rovers fraglich. Gleichauf mit der Ferguson-Elf liegt Villareal. Die Spanier ließen dem 0:0 gegen ManU dank eines 25-Meter-Freistoßtreffers von Europameister Marcos Senna (67.) einen knappen 1:0-Heimsieg gegen Celtic Glasgow folgen. Die Schotten, die wie Aalborg bei einem Zähler halten, haben damit 17 der vergangenen 18 Auswärtsspiele (1 Remis) in der Königsklasse verloren.
Bayern trotz Remis happy
In der Gruppe F war Bayern München (4 Punkte) trotz des Heimremis gegen Lyon (2) der Gewinner der Runde, zumal Fiorentina (2) im Parallelspiel gegen Steaua Bukarest (1) über ein 0:0 nicht hinauskam. "Wenn wir uns die Tabelle anschauen, war dieses Unentschieden fast ein Sieg. Wir können sehr zufrieden sein, Lyon spielt man nicht an die Wand", sagte ein zufriedener Bayern-Manager Uli Hoeneß.
Und Coach Jürgen Klinsmann, der Kapitän Mark van Bommel auf die Bank gesetzt hatte, fügte noch hinzu: "Wir sind stark in die Champions League gestartet." Seine Elf habe "hervorragend" auf das Gegentor reagiert und "es war beeindruckend, was die Mannschaft geleistet hat. Wir hatten genug Möglichkeiten, um das Spiel mit zwei, drei Toren Unterschied zu gewinnen." Einzig die mangelnde Chancenauswertung verhinderte einen Erfolg der Münchner. "Es haben immer ein paar Zentimeter gefehlt", stöhnte Italiens glückloser Teamstürmer Luca Toni.
Frustbewältigung bei Arsenal
Arsenal schoss sich den Frust nach der 1:2-Meisterschaftsniederlage gegen Aufsteiger Hull City mit einem 4:0-Kantersieg gegen Porto von der Seele. "Wir wollten uns unbedingt rehabilitieren, haben sehr gut gespielt und verdient gewonnen", resümierte Robin van Persie, der genauso wie Emmanuel Adebayor zweimal traf. Zufrieden war auch Arsenal-Coach Arsene Wenger, der sagte: "Die Niederlage gegen Hull war ein Schock. Jetzt haben wir die Fans wieder versöhnt."
Die Engländer führen die Tabelle mit vier Punkten vor Porto (3), Dynamo Kiew (2) und Fenerbahce Istanbul (1) an. Bei den Türken steht Coach Luis Aragones, der Spanien im Juni zum Europameistertitel geführt hatte, nach dem 0:0-Heimremis gegen die Ukrainer und Rang 10 in der "Süper Lig" nach fünf Runden bereits unter Druck.
"Weißes Ballett" mit weißer Weste
Dem Achtelfinale am nächsten ist bisher Spaniens Rekordmeister. Die Madrilenen feierten beim UEFA-Cup-Sieger St. Petersburg einen 2:1-Zittersieg. "Wir müssen nur uns selbst hinterfragen. Wir haben so viele Chancen vergeben und Real hat sie eiskalt ausgenützt. Ich will das aber nicht auf fehlendes Glück zurückführen, vermutlich hat die größere Klasse der Spanier den Ausschlag gegeben", meinte Zenit-Star Andrej Arschawin, dessen Truppe noch punktlos ist.
Als zweiter Aufstiegskandidat in der Gruppe H hat deshalb Juventus Turin, das nach dem 2:2 im direkten Duell drei Zähler vor BATE Borisow auf Rang zwei liegt, derzeit die besten Karten. Die Turiner konnten allerdings nicht überzeugen und lagen auch schnell 0:2 zurück. "Die erste halbe Stunde war ein Albtraum", sagte Juventus-Coach Claudio Ranieri. Danach sorgte Vincenzo Iaquinta mit einem Doppelpack vor der Pause zumindest für den Ausgleich. Der Goalgetter wollte aber nicht als Held gefeiert werden, sondern gab das Lob an seinen zweifachen Assistgeber Sebastian Giovinco (Gazzetta-Note: 7) weiter. "Er spielt großartige Bälle, die wir Stürmer brauchen. Er ist ein großer Spieler", merkte Iaquinta über den 21-Jährigen an.
Manninger war Durchschnitt
ÖFB-Teamgoalie Alexander Manninger, der neuerlich den verletzten Gianluigi Buffon ersetzte, war bei beiden Toren machtlos. Von der italienischen Sport-Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" erhielt der laut dem Blatt "beim Hinausgehen auf hohe Bälle unsichere" 31-Jährige die Note 5,5 und lag damit im Mannschaftsdurchschnitt. Für den Ex-Salzburg-Schlussmann war es die dritte Partie im Dress der "Alten Dame" von Beginn an, zum dritten Mal gab es dabei - nach dem 0:0 bei Sampdoria Genua und dem 1:1 gegen Catania in der Serie A - nur ein Unentschieden. Den einzigen Sieg hatte Manninger nach seiner Einwechslung zur Pause beim 1:0-Meisterschaftssieg in Cagliari gefeiert. (apa/red)
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