Sonntag, 5. Oktober 2008

Salzburg glückt die Revanche gegen Rapid:
Alex Zickler schießt Red Bull zum 1:0-Sieg

  • Zahlreiche Chancen blieben in 1. Halbzeit unbelohnt
  • Keeper konnten sich auf beiden Seiten auszeichnen

Die Revanche ist geglückt. Red Bull Salzburg hat sich ein halbes Jahr nach der 0:7-Blamage gegen den SK Rapid vor heimischem Publikum rehabilitiert. Die Salzburger besiegten den Rekordmeister im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga dank eines Kopftores von Kapitän Alexander Zickler (58.) verdient mit 1:0 (0:0).

Die Salzburger hatten vor 23.800 Zuschauern über weite Strecken mehr vom Spiel, ehe Zickler zuschlug. Der Deutsche traf nach Flanke von Laszlo Bodnar. Es war das erste Saisontor des 34-Jährigen, der in der vergangenen Saison noch mit 16 Treffern zum Schützenkönig avanciert war. Zuvor hatte Zickler bereits einen Bodnar-Querpass am langen Eck vorbeigeschoben (35.) und nach Kopfball von Rene Aufhauser per Oberschenkel die Stange getroffen (43.).

Dabei waren die Rapidler besser gestartet, Erwin Hoffer ließ aber schon in der 6. Minute einen Sitzer aus. Der 21-Jährige brachte einen Querpass von Sturmpartner Stefan Maierhofer, den Boussaidi ganz leicht abgefälscht hatte, aus kurzer Distanz nicht im leeren Tor unter. Nach Flanke von Kapitän Steffen Hofmann traf Hoffer zudem aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (20.). Der Teamstürmer wartet damit schon vier Spiele auf einen Treffer.

Hedl musste sich auszeichnen
Abgesehen von zwei weiteren gefährlichen Schüssen des nach seiner Muskelverletzung wieder von Beginn an spielenden Rapid-Regisseurs Branko Boskovic (30., 33.) waren die Salzburger schon in der ersten Hälfte gefährlicher, brachten den Ball aber ebenfalls nicht im Tor unter. Rapid-Ersatzgoalie Raimund Hedl zeichnete sich sowohl bei einem Kopfball von Marc Janko nach einem Corner aus kurzer Distanz (12.), als auch bei einem Schuss von Barry Opdam (23.) aus.

In der Defensive hatte sich Salzburg-Trainer Co Adriaanse ohne den am Knöchel verletzten Ibrahim Sekagya Besonderes überlegt. Opdam und Boussaidi spielten als Manndecker erfolgreich auf Maierhofer/Hoffer, die den Bullen am vergangenen Ostersonntag noch fünf der sieben Eier gelegt hatten. Auf den Flügeln verteidigten Gercaliu und Bodnar gegen Hofmann und den spielstarken Rapid-Youngster Christopher Drazan, der links im Mittelfeld Veli Kavlak ersetzte.

Aufhauser als Libero
Hinter der Salzburger Viererkette agierte Defensiv-Allrounder Aufhauser als Libero. Als Lohn spielten die Bullen ausgerechnet gegen die Torfabrik aus Hütteldorf nach elf Pflichtspielen erstmals wieder zu null - auch dank Keeper Timo Ochs. Der Deutsche entschärfte unter anderem einen platzierten Schuss von Hofmann (67.). Ein Versuch des eingewechselten Kavlak verfehlte sein Ziel (81.). Auf der Gegenseite ließ Robin Nelisse die Chance auf die Entscheidung aus (85.).

Während die Salzburger damit im laut Adriaanse "wichtigsten Spiel der Saison" den dritten Ligasieg in Serie einfuhren, hat Rapid aus den vergangenen vier Spielen nur vier Punkte geholt. Das erste Saisonduell der beiden Titelfavoriten hatte im Juli in Wien ein sehenswertes 2:2 gebracht.

Red Bull Salzburg - SK Rapid Wien Endstand 1:0 (0:0)
Stadion Wals-Siezenheim, 23.800 Zuschauer, SR Meßner

Torfolge:
1:0 (58.) Zickler

Salzburg: Ochs - Aufhauser - Bodnar, Boussaidi, Opdam, Gercaliu - Kovac - Zickler, Janocko (65. Tchoyi), Jezek (82. Ngwat-Mahop) - Janko (75. Nelisse)

Rapid: Hedl - Thonhofer, Tokic (80. Jelavic), Patocka, Katzer -Hofmann, Heikkinen, Boskovic, Drazan (58. Kavlak) - Maierhofer, Hoffer

Gelbe Karten: Boussaidi, Kovac, Ochs, Tchoyi bzw. Patocka
(apa/red)

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5.10.2008 17:41