Kapfenberg trotzt Austria einen Punkt ab:
Wiener verteidigen aber die Tabellenführung
- Austria konnte Überlegenheit nicht in Tore ummünzen
- Kapfenberg erarbeitete sich mehrere Konterchancen

·Sturm gegen Kärnten
auf die Siegerstraße
3:0-Heimsieg beendet
die Minikrise der Grazer
·Salzburg glückt die
Revanche gegen Rapid
Zickler schießt Red Bull
zu verdientem 1:0-Sieg
·Altach fügt LASK eine
bittere 1:3-Pleite zu
Ailton gelingt sein erstes
Tor für die Vorarlberger
·Runde für Runde: Alle
Spiele im Rückblick!
Bilder: Die Highlights der Bundesliga-Saison 08/09
Die Wiener Austria hat nach dem bitteren Aus im UEFA-Cup gegen Lech Posen auch in der Fußball-Bundesliga wichtige Punkte liegen gelassen. Die Wiener mussten sich gegen Aufsteiger Kapfenberg trotz drückender Überlegenheit zu Hause mit einem torlosen Remis begnügen. Die Austria behauptete damit zwar nach dem ersten Saisondrittel ihre Tabellenführung, liegt aber nur noch einen Zähler vor Salzburg und deren zwei vor Rapid.
Die Austria war von Beginn an mit dem erwarteten Geduldsspiel konfrontiert. Die Wiener dominierten zwar das Geschehen, in der Offensive fehlte ohne den an Grippe erkrankten Rubin Okotie aber lange Zeit die Durchschlagskraft. Erst in der Schlussphase fanden die Wiener mehrere Großchancen vor. Emin Sulimani traf in der 87. Minute aus spitzem Winkel nur die rechte Stange, der eingewechselte Thomas Krammer eine Minute später nichts ins leere Tore.
Schon vor der Pause hatte Mamadou Diabang Aluminium getroffen. Der Okotie-Ersatz hatte eine Standfest-Flanke per Kopf an die Oberkante der Latte gesetzt (20.). Davor hatte sich Kapfenberg-Keeper Martin Eisl bereits bei einem Flachschuss von Mario Bazina ausgezeichnet (15.). Auf der Gegenseite wurde Robert Almer, der den an muskulären Problemen laborierenden Szabolcs Safar im Austria-Tor ersetzte, kaum ernsthaft geprüft.
Kapfenberger nach Seitenwechsel im Konter gefährlich
Ein erster KSV-Warnschuss von Liendl ging über das Tor (1.), ein weiterer von Siegl daran vorbei (18.). Nach der Pause waren die Kapfenberger auch im Konter gefährlich. KSV-Coach Werner Gregoritsch setzte wie erwartet auf eine massierte Defensive mit einer Fünferkette, in der der tschechische Ex-Internationale Milan Fukal praktisch den Libero gab. Kapitän Taboga war nach seiner Sperre ebenfalls zurückgekehrt.
Bei den Wienern ersetzte Youngster Markus Suttner links in der Viererkette Mario Majstorovic, der im UEFA-Cup das 0:1 verschuldet hatte. Im Angriff fehlten Trainer Karl Daxbacher, der vor dem Spiel unmissverständlich drei Punkte eingefordert hatte, nach dem Ausfall von U21-Teamspieler Okotie aber die Alternativen. Nicht ein einziger echter Stürmer saß auf der Bank, dazu ließ sich Bazina immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen.
Violetter Sturmlauf in Schlussphase blieb unbelohnt
Nach Seitenwechsel ließen auch die Kräfte nach. Die Partie gegen Posen schien sich bemerkbar zu machen, das Austria-Spiel wurde statischer. Nach einer der wenigen guten Kombinationen sprang Diabang in aussichtsreicher Position der Ball vom Fuß (73.), ein Kopfball von Standfest ging über das Tor (78.). Erst in den Schlussminuten folgte ein letzter violetter Sturmlauf, der aber unbelohnt blieb.
Die Austria ist damit zwar zu Hause weiter ungeschlagen, gab aber erstmals seit der Auftaktrunde gegen Kärnten (1:1) im Horr-Stadion wieder Punkte ab. Zuletzt hatten die Wiener vier Ligaspiele in Folge gewonnen. Kapfenberg ist zwar seit mittlerweile 364 Minuten ohne Torerfolg, bejubelte aber seinen ersten Punktegewinn in der Fremde seit dem Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse.
FK Austria Wien - Kapfenberger SV - Endstand 0:0
Franz-Horr-Stadion, 7.111 Zuschauer, SR Plautz
Austria: Almer - Standfest, Bak, Schiemer, Suttner - Sulimani, Hattenberger (69. Krammer), Blanchard, Acimovic - Bazina, Diabang (86. Madl)
Kapfenberg: Eisl - Milosevic (80. Erkinger), Taboga, Fukal, Stepanek, Osoinik - Zimmerman, Siegl, Liendl, Felfernig (86. Lienhart) - Kozelsky (72. Wieger)
Gelbe Karten: Bak bzw. Taboga, Osoinik, Milosevic
(apa/red)
CASHPOINT - Wollen wir wetten?
