Nach Schießerei mit sechs Todesopfern:
Soldaten sollen jetzt Camorra aufhalten
- Italienische Regierung schickt 500 Mann in den Kampf
- Soldaten soll bis ende des Jahres in Neapel bleiben
·Schusswechsel in
Neapel fordert 6 Tote
Italiens Mafia in Krieg um
Drogenhandel verstrickt

Italien verlegt heute, Samstag, 500 Soldaten in den Süden des Landes, um dort gegen die Mafia und das organisierte Verbrechen vorzugehen. Die Soldaten sollen zunächst bis Ende des Jahres vor allem in der Region um Neapel stationiert werden.
Die italienische Regierung hatte den Einsatz vor zwei Wochen beschlossen, nachdem bei einer Schießerei in der Nähe von Neapel ein Italiener und sechs Afrikaner getötet worden waren. Die Polizei vermutet Machtkämpfe zwischen einem Mafia-Clan und afrikanischen Drogendealern als Hintergrund, Innenminister Roberto Maroni sprach von einer "Kriegserklärung der Camorra gegen den Staat". Zuvor waren bereits 3.000 Soldaten in italienischen Problemstädten stationiert worden, um die Sicherheitslage zu verbessern.
(apa/red)
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