Samstag, 4. Oktober 2008

Tausende feiern Tag der deutschen Einheit:
Keine Zwischenfälle in Berlin und Hamburg

  • Am 3. Oktober 1990 wurden DDR und BRD vereint
  • Nationaler Gedenktag und gesetzlicher Feiertag

Mit Feiern unter freiem Himmel ist in Deutschland der Tag der deutschen Einheit begangen worden. Nach einem offiziellen Staatsakt im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler am Vormittag in Hamburg gab es dort am Nachmittag ein Straßenfest. Die deutschen Bundesländer, die sich in Zelten präsentierten, sorgten mit unterschiedlichen Beiträgen für Volksfeststimmung trotz kühlem Winds. Rund 50.000 Besucher kamen nach Polizeiangaben allein in den ersten Stunden.

Großandrang auch bei den Einheitsfeiern in Berlin: Die Polizei sprach von Zehntausenden Menschen, die in Volksfeststimmung zu den abgesperrten Straßen am Brandenburger Tor strömten. Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Auf der 1,5 Kilometer langen Festmeile auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule werden den Besuchern noch bis Sonntag Attraktionen, Bühnenshows, Kinderprogramme, Sport und Spiel geboten. Das größte Ereignis des Einheitstages sind Auftritte vieler Stars der deutschen Musikszene am Brandenburger Tor.

Am 3. Oktober 1990 wurde das in Ost und West, DDR und BRD geteilte Deutschland wieder vereinigt. Damals traten die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen der Bundesrepublik bei. Um Punkt Mitternacht wurde vor dem Reichstag in Berlin die westdeutsche Flagge gehisst. Hunderttausende feierten die Einheit. Seither ist der 3. Oktober nationaler Gedenktag und gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Jährlich werden große Bürgerfeste organisiert. Das Datum der formellen Wiedervereinigung von Ost und West war im deutschen Einigungsvertrag festgelegt worden.

(apa/red)

4.10.2008 08:35