Donnerstag, 2. Oktober 2008

Rechte, Deutsche, Unbedarfte: Hat FPÖ
genug Qualifizierte für den Nationalrat?

  • NEWS: Winter und Co. als neue Parlamentarier
  • Burschenschafter und Deutschnationale auf der Liste

Die Blauen ziehen nun mit 36 Mandataren - ein Plus von 18 - in den neuen Nationalrat. Die Liste der FPÖ-Mannen - es sind nur wenige Frauen dabei - liest sich wie das Who's who der Burschenschafter und der deutschnationalen Szene Österreichs.

Aber eine blaue "Dame", die nun in das Hohe Haus in Wien einziehen darf, sollte nicht unerwähnt bleiben: Susanne Winter, die im letzten Grazer Wahlkampf mit ihren verhetzenden Anti-Islam-Aussagen für internationale Schlagzeilen gesorgt hatte.

Neu dabei ist auch ein enger Vertrauter von FP-Chef Heinz-Christian Strache: der Notar Harald Stefan. Er gehört der extrem rechten Burschenschaft "Olympia" an, die 2005 den Holocaust-Leugner David Irving eingeladen hatte. Stefan ist Stammgast bei den 8.-Mai-Aufmärschen der Burschenschafter, bei denen diese das Ende des Zweiten Weltkriegs bejammern. Stefan fühlt sich wie sämtliche Olympen auch noch im Jahr 2008 als "Deutscher" und nicht als Österreicher.

Die blaue Welt
FPÖ-Generalsekretär und Abgeordneter Harald Vilimsky ist ebenfalls Burschenschafter und sorgt seit Jahren mit rechten Sprüchen für Kopfschütteln. Direkt "harmlos" ist da sein Frauenbild: Über eine FPÖ-Mandatarin meinte er, sie sei "blond, hübsch und gescheit". Tja, die Reihenfolge der Aufzählung spricht für sich.

Neu im Parlament ist auch Johannes Hübner, der langjährige Anwalt von Parteichef Strache. Hübner ist mit dem deutschnationalen FP-EU-Abgeordneten Andreas Mölzer eng befreundet und teilt dessen Weltbild. Auch im BZÖ finden sich übrigens wieder alte Kameraden im Parlament. Etwa der Ex-FP-Mann Ernest Windholz, der einst mit dem SS-Spruch "Unsere Ehre heißt Treue" für Aufsehen gesorgt hatte. "Ideale" Herren für eine Regierung?

Mehr zur Wahl lesen Sie im NEWS 40/08!

2.10.2008 16:16