Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wahlkarten bringen Veränderungen: Für die FPÖ zieht Rosenkranz ins Parlament ein

  • Burgenländische Grünen-Kandidatin verliert Mandat
  • ÖVP mit einem zusätzlichen 51. Mandat im Bund

Die niederösterreichische FPÖ-Chefin Barbara Rosenkranz dürfte doch in den Nationalrat einziehen. Denn die Wahlkarten bescherten der FPÖ nicht nur ein Mandat weniger, sondern auch einige interne Verschiebungen zwischen Wahlkreis-, Landes- und Bundesmandaten - darunter das fünfte Mandat auf der NÖ-Landesliste. Auch bei den Grünen gibt es eine Änderung: Verkehrssprecherin Gabriela Moser dürfte ihr Mandat behalten, dafür aber die Burgenländerin Christine Brunner keines bekommen.

Nach der Zwischenauszählung bekommt die ÖVP ihr zusätzliches 51. Mandat auf der Bundesliste.

Viele Änderungen bei der FPÖ
Die FPÖ verliert zwar insgesamt eines ihrer 35 Mandate - aber man kann nicht einfach zuordnen welches. Denn es gibt mehrere Änderungen: Die Blauen bekommen ein Bundesmandat (damit 7) mehr, dafür aber netto zwei Mandate auf den unteren Ebenen weniger. Ein Landesmandat in Salzburg und ein Landesmandat in Wien sind weggefallen, ebenso ein Wahlkreismandat in NÖ, wo aber stattdessen ein Landesmandat dazu kam. Das bedeutet, dass in NÖ statt Ulrike Strutzenberger Barbara Rosenkranz ins Hohe Haus kommt - von der im Umfeld der Vorstandssitzung ohnehin schon zu hören war, dass sie gerne nach Wien zurückkehren würde. In Wien betrifft der Wegfall des Landesmandates Peter Fichtenbauer. Der kann aber auch über den Wahlkreis ins Parlament - wenn der dort vor ihm gereihte Parteichef Heinz-Christian Strache das Bundes- oder Landesmandat nimmt.

Grüne: Drittes Mandat an Oberösterreich
Die Grünen verlieren ihr fünftes Bundesmandat, das Christine Brunner zugestanden wäre. Die war zwar burgenländische Spitzenkandidatin, aber dort schafften die Grünen kein Mandat. Dafür haben die Oberösterreicher jetzt ein drittes Landesmandat zur Verfügung - und das steht Gabriela Moser zu.

SPÖ: Entscheidung erst nächste Woche
In Niederösterreich hat die SPÖ ihr drittes Landesmandat verloren, dafür bekam sie aber ein zehntes Bundesmandat dazu. Wen dies betrifft, hängt von den parteiinternen Entscheidungen darüber ab, welche Mandate auf mehrere Listen gereihte Kandidaten annehmen. Diese Entscheidungen werden die Parteien endgültig erst nächste Woche treffen, wenn die letzten Wahlkarten- und Briefwahlstimmen ausgezählt sind und die Zuteilung der Mandate auf den drei Ebenen ganz feststeht.
(apa/red)

1.10.2008 09:48