Montag, 29. September 2008

Jörg Haider sucht Nähe zu Freiheitlichen:
Gesprächsbasis ist besser als dargestellt

  • Koalitionsvorlieben aber von der ÖVP abhängig

Für BZÖ-Spitzenkandidat Haider ist die Gesprächsbasis mit der FPÖ derzeit "besser, als sie öffentlich dargestellt wird". Vor der Vorstandssitzung seiner Partei nach der Nationalratswahl machte der Kärntner Landeshauptmann eventuelle Koalitionsvorlieben von der ÖVP abhängig. Bedingung sei eine Absage an eine neuerliche große Koalition.

Haider bekräftigte auch die Vorliebe seiner Partei für ein Justiz- und Konsumentenschutzministerium in einem. Bei der BZÖ-Sitzung wolle man vorwiegend die Ergebnisse des Wahlabends durchgehen, so Haider, und "über die Strukturen reden". Auch die "Marschrichtung" für die kommenden Wochen soll dabei festgelegt werden.

Wer BZÖ-Klubchef im Nationalrat wird, blieb vor der Sitzung offen. Haider schloss diese Funktion für sich selbst nicht aus, auch wenn er sein Nationalratsmandat nicht annehmen will. "Kreisky war nie im Parlament", nahm er den ehemaligen SPÖ-Bundeskanzler als Argument für eine solche Variante. Haider meinte aber, dass sich mehrere Personen für dieses Amt interessieren würden, darunter etwa auch der Wiener Spitzenkandidat Scheibner. (apa/red)

29.9.2008 11:51