Brutaler Doppelmord an Schwiegereltern: Mann tötet pflegebedürftige Pensionisten
- Propangasflasche zu "Flammenwerfer" umfunktioniert
- Suizidversuch des Täters misslang - bereits geständig

Jener 48-jährige Oststeirer, der im Bezirk Hartberg seine Schwiegereltern mit einer zu einem "Flammenwerfer" umfunktionierten Propangasflasche getötet hat, zeigt sich bei der ersten Einvernahme geständig. "Ja, verurteilt's mich, ich bin der Täter" sei laut Chefermittler Kiesl so ziemlich die einzige konkrete Aussage gewesen. Es wurde bereits Untersuchungshaft verhängt.
Der 48-Jährige hat sich im Zuge eines Selbstmordversuchs Schnitt-und Stichverletzungen zugefügt, die aber nicht lebensbedrohend waren. Auch habe er eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten, so dass er noch etwa fünf Tage - unter Bewachung - vorläufig im LKH Hartberg, später vielleicht in einem Inquisitenspital, behandelt werden dürfte.
Über das Motiv habe der mutmaßliche Täter keine Auskünfte gegeben bzw. geben können, so Kiesl. Der Mann habe einen verwirrten Eindruck gemacht. Nach wie vor geht man davon aus, dass der Oststeirer mit der langjährigen Pflege der 84-jährigen Schwiegereltern überfordert war. Mit dem Schwiegervater soll es auch wiederholt zu Streitigkeiten gekommen sein.
Familiendrama
Schauplatz des Dramas war ein Wohnhaus in St. Magdalena, Gemeinde Lemberg (Bezirk Hartberg), in dem beide Paare - die Alten unten, die Jungen oben - wohnten. Das Landeskriminalamt wurde von der örtlichen Polizeiinspektion alarmiert. Den Ermittlern bot sich ein furchtbares Bild: "Die beiden sind regelrecht abgefackelt worden", berichtete Anton Kiesl vom LKA. Der Täter hatte eine Propangasflasche auf den Boden gelegt und das ausströmende Gas angezündet.
Frau sofort tot - Mann wollte noch flüchten
Die bettlägrige Frau - ihr waren wegen Diabetes beide Beine amputiert worden - war hilflos im Bett verbrannt. Ihr als rüstig beschriebener Gatte dürfte noch versucht haben zu fliehen: Er wurde tot auf einer Gartenbank vor dem Haus sitzend gefunden.
Ehefrau des Täteres unter Schock
Die Ehefrau des Mannes, deren Eltern bei der Tat umkamen, stand unter Schock. Auch die Frau, die sich im Obergeschoß aufhielt, war durch den folgenden Brand und die intensive Rauchentwicklung in akuter Gefahr: Sie konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen und wurde von Angehörigen eines Kriseninterventionsteams betreut.
(apa/red)
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