Internet anerkannter als Mundpropaganda: Kaufentscheidungen bei news.at & Co
- Österreich: TV & Radio bei Nutzungszeit noch vorne
- International hat aber Internet TV schon überholt

Das Internet ist einer Studie zufolge bereits der wichtigste Informationskanal bei Kaufentscheidungen. Überraschenderweise ist das junge Medium damit sogar wichtiger als Mundpropaganda und als Fernsehen sowieso.
In der aktuellen und internationalen OMD und AOL Studie Living La Vida Rapida wurden weltweit mehr als 7.000 Eltern hinsichtlich ihrer Mediennutzung, ihrer Kaufentscheidungen und zum Thema Kindererziehung befragt. Auch 146 österreichische Mütter sind in der Studie berücksichtigt.
Magazine verlieren an Bedeutung
48 % der befragten Mütter und 47 % der Väter lassen sich bei ihrer Kaufentscheidung vom Internet beeinflussen. Das ist deutlich höher als bei Mundpropaganda. Fernsehen nimmt im Kaufentscheidungsprozess den dritten Platz ein. Magazine schneiden im Verlgeich dazu ganz schlecht ab: nur 18 % der Mütter und 14 % der Väter lassen sich vom Print beeinflussen.
Online-Ratgeber
Das Internet reüssiert in der Studie aber auch als Erziehungs- und Gesundheitsratgeber. Bei Kindern mit Krankheitssymptomen wird nicht gleich der Arzt aufgesucht, sondern zuerst einmal ins Netz geschaut, nützliche Informationen werden gegoogelt. Der Stellenwert des Internets nimmt auch im Bereich der Kindererziehung signifikant zu, erklärt Mag. Andrea Reschreiter, Research Director OMG Austria.
22 Stunden Einsatz pro Tag
Eltern erfahren das jeden Tag, nun ist es aber auch wissenschaftlich bewiesen: Sie leben in doppelter Geschwindigkeit. Österreichische Mütter schaffen es, einen 16-Stunden-Tag (8 Stunden Schlaf sind der Studie zufolge vergönnt) 22 Stunden zu verpacken. Von Kindererziehung, Zeit für die Familie, Essen, Einkaufen, Arbeiten über Kinder in die Schule bringen und abholen bis hin zur Mediennutzung, das alles bringen die Multitasking-Mütter unter einen Hut. (red)
