Bankenrettungsplan sorgt für Turbulenzen:
Angst vor Verzögerung drückt Aktienhandel
- Fed-Chef und Finanzminister warnen vor den Folgen
- Präsident Bush verteidigt das US-Hilfspaket erneut

·US-Senatsausschuss
lehnt Krisenplan ab
Finanzkrise: Hilfspaket in dieser Form inakzeptabel
·McCain und Obama verpulvern Millionen
Zusammen verbrauchen sie 3 Mio. Dollar pro Tag!
·700 Mrd Dollar gegen
die Finanzkrise erhofft
US-Präsident Bush bittet Kongress um Bewilligung
·Lehman reißt auch heimische Banken mit
Constantia, C-Quadrat und M&A sind betroffen
Ein mögliches Scheitern des Banken-Rettungsplans in den USA durch die Ablehnung des US-Senats hat weltweit Nervosität auf den Finanzmärkten ausgelöst. An den europäischen Märkten lief der Handel nur schleppend an. Der Bankenausschuss des US-Senats hatte ernste Bedenken an dem Hilfspaket von 700 Milliarden Dollar für den angeschlagenen US-Finanzsektor angemeldet.
Sowohl Demokraten als auch Republikaner hätten Bedenken gegen die Regierungspläne geäußert, sagte der demokratische Ausschussvorsitzende Dodd nach einer gemeinsamen Sitzung mit Finanzminister Paulson in Washington. Der ranghöchste Republikaner im Bankenausschuss, Richard Shelby, sagte, man müsse sich Alternativen ansehen. Es seien deutliche Änderungen nötig. Der ebenfalls republikanische Senator Bunning sagte: "Dieser massive Rettungsplan ist keine Lösung. Das ist finanzieller Sozialismus und unamerikanisch." Der frühere US-Präsident Carter (Demokraten) kritisierte das geplante Rettungspaket als "extrem fehlerhaft".
Bush verteidigt Hilfspaket
US-Präsident Bush verteidigte das Hilfspaket in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung in New York dagegen erneut. Er versprach, dass Kongress und Regierung in den USA zusammenarbeiten würden, um den Rettungsplan rasch zu verabschieden. Inzwischen ermittelt die US-Bundespolizei FBI laut Medienberichten wegen Betrugsverdachts gegen die US-Finanzriesen Lehman Brothers, Fannie Mae und Freddie Mac sowie gegen die Versicherungsgruppe AIG, die die jüngste weltweite Finanzkrise ausgelöst hatten. Dabei soll geklärt werden, ob die Unternehmenschefs durch "Desinformationen" zu deren finanzieller Schieflage beigetragen hätten. Das FBI bestätigte gegenüber dem Sender ABC die Zahl von 26 verdächtigen Firmen. (apa/red)

