Die Bundesligatabelle spitzt sich wieder zu:
Nur 4 Punkte trennen die ersten 6 Vereine
- Im Lager von Sturm Graz herrscht Katerstimmung
- Kärntner orientieren sich in der Tabelle nach oben

·Minimalisten erobern
den Platz an der Sonne
Austria glänzte nur selten,
bewies allerdings Effizienz
·Austria schießt sich
an die Tabellenspitze
Verdienter 2:1-Heimsieg
gegen den SCR Altach
·Salzburg setzt Sturm
mit 3:1 außer Gefecht
Janko erzielt Doppelpack,
Graz weitgehend harmlos
·Mit Taktik und Herz zu Sieg gegen Rapid
Hütteldorfer in Ried erstmals ohne Torerfolg
·Kärnten setzt Serie
gegen Kapfenberg fort
Fünfter Zu-Null-Sieg in Folge für Schinkels-Elf
·Mattersburg kassiert
eine 1:4-Heimschlappe
LASK arbeitet sich auf
den 4. Tabellenplatz vor
Die Spitze der österreichischen Fußball-Bundesliga ist nach der neunten und zehnten Runde innerhalb von nur wenigen Tagen wieder enger zusammengerückt. So hat der auf Platz sechs liegende SK Sturm lediglich vier Zähler Rückstand auf den neuen Tabellenführer Austria Wien. Die Steirer wurden beim 1:3 allerdings von Salzburg klar beherrscht, dementsprechend gut war auch die Stimmung bei der Red-Bull-Truppe.
Vor den beiden Spielen waren die Steirer von Salzburg-Coach Co Adriaanse kurzerhand zum Favoriten gestempelt worden, im Spiel selbst war davon freilich nichts zu sehen. "Wir hatten heute keine Chance, sind zu wenig in die Zweikämpfe gekommen, das war gar nichts", stellte Sturms Offensivkraft Samir Muratovic lapidar fest. "Seit ich bei Sturm bin, war es das schlechteste Spiel." Sein Teamkollege Mario Kienzl sah es ähnlich: "Gegen Salzburg kann man verlieren, aber wir dürfen uns nicht so präsentieren." Trainer Franco Foda bezeichnete Salzburg als das "mit Abstand beste Team der Liga. Wenn in dieser Mannschaft jeder für jeden spielt, dann ist sie nur schwer zu schlagen".
Der Titelkampf ist für Sturm ohnehin außer Reichweite, meinte Foda: "Ich schätze die Meisterschaft realistisch ein, um sie spielen Salzburg, Rapid und Austria. Wir matchen uns mit anderen Teams um den UEFA-Cup. Ich erwarte mir keine Wunderdinge, und ich hoffe dass das im Verein auch die anderen so sehen." Adriaanse hob vor allem den Doppeltorschützen Marc Janko hervor. "Er hat sich sehr gut bewegt, aber auch Jezek und Mahop haben hervorragend gespielt", meinte der Niederländer, der zugleich das Schicksal von Christoph Leitgeb bedauerte: "Leider hat sich Leitgeb am Außenmeniskus verletzt. Er wäre ein sehr schwerwiegender Ausfall, er hat die letzten Spiele sehr gut gespielt. Ich hoffe, dass ein Wunder wie bei Sekagya passiert."
Kärnten entfernt sich von der Abstiegszone
Gejubelt wurde auch am Wörthersee, wo Austria Kärnten mit dem 2:0-Erfolg über Kapfenberg den fünften Sieg en suite perfekt machte. Der Abstieg scheint bei der Elf von Frenkie Schinkels zumindest derzeit kein Thema zu sein. "Nach zehn Runden kann man nicht sagen, dass Kärnten nicht in den Abstiegskampf kommt, aber wenn wir so weiter spielen, haben wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun", zeigte sich Schlussmann Andreas Schranz, der einen ruhigen Abend verlebte, überzeugt.
Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch nahm die neuerliche Niederlage mit Fassung zur Kenntnis: "Zur mental schwierigen Situation ist heute auch das Pech wie beim Stangenschuss gekommen. Die Mannschaft war zu verkrampft. Ich hoffe, dass wir bald aus diesem Wellental heraus kommen. Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken." Die Idee eines Einspruchs gegen die gelb-rote Karte für Dominique Taboga hat man in Kapfenberg indes wieder fallengelassen. Nachdem die strittige Szene, in der Taboga und Teamkollege Milosevic in das betreffende Foul verwickelt waren, nochmals studiert wurde, will man die Entscheidung von Schiedsrichter Drabek zur Kenntnis nehmen.
LASK wieder im Rennen
Der LASK meldete sich indes im Rennen um die Spitze zurück. Mit sechs Punkten aus den Mattersburg-Partien betrieben die Linzer Wiedergutmachung für die doch enttäuschenden Vorstellungen davor und bescherten den Burgenländern mit dem 1:4 die bereits zweite Heimniederlage der laufenden Saison. Der Heim-Nimbus der Lederer-Elf hat damit schwere Kratzer erlitten, der Anschluss ans Mittelfeld ist dahin. Lederer war dennoch davon überzeugt, als "besseres Team" verloren zu haben. "Wir haben keinen Bammel. Wir wissen, dass wir gut gespielt haben", so der Langzeit-Coach. "Bei der Dreipunkte-Regel geht alles so schnell, auch wir werden noch einen Lauf haben."
(apa/red)
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