Sölden vor Saisonauftakt "voll im Plansoll":
Weltcup-Auftakt scheint bereits gesichert
- Kalte Nächte ermöglichen Schneekanonen-Betrieb
- Weltcup startet traditionell mit den Riesentorläufen

In Bälde startet der Alpine Ski-Weltcup in die WM-Saison 2008/09, am 25. und 26. Oktober stehen die traditionellen Eröffnungs-Riesentorläufe in Sölden auf dem Programm. Die Vorbereitungen auf dem Gletscher im Ötztal verlaufen zufriedenstellend. "Wir sind voll im Plansoll", versicherte ÖSV-Trainer Rainer Gstrein, der in Sölden als Rennleiter und Streckenchef fungiert.
Naturschnee hat man in Sölden bis dato zwischen 15 und 25 Zentimeter abbekommen. Dafür sind die Nächte derzeit sehr kalt und damit ideal, um die zahlreichen Schneekanonen in Betrieb zu nehmen. "Und das nutzen wir natürlich so lange wie möglich, um Maschinenschnee zu produzieren", berichtete Gstrein über die künstliche Beschneiung der Rettenbachgletscher-Strecke. Der weitere Plan der Söldener hängt natürlich auch von der Wetterentwicklung ab.
Atomic hat Doppeldecker-Ski
Für die Skimarke Atomic wird Sölden bereits die erste große Bewährungsprobe für den neuen Doppeldecker-Ski. Die Innovation, die in allen Disziplinen verwendet wird, soll Benjamin Raich, Michael Walchhofer und Co. Vorteile bei extrem eisigen und unruhigen Verhältnissen bringen, sprich eine ruhigere Führung des Skis ermöglichen. Optisch ist der neue Atomic durch eine Art Platte, die über den normalen Ski gezogen wurde, zu erkennen.
Getestet wurde der Doppeldecker bereits im Finish der vergangenen Saison, vor allem im ÖSV-Sommer-Trainingscamp in Neuseeland wurden dann bei perfekten Doppeldecker-Bedingungen weitere wichtige Aufschlüsse gewonnen. "Der Doppeldecker ist für Sölden absolut ein Thema, er wird allgemein in der kommenden Saison sicher vermehrt eingesetzt werden", meinte Gstrein, der dem Trainerstab der ÖSV-Gruppe Speed&Kombi angehört.
Auch die Piloten sind von den Qualitäten des neuesten Coups der Salzburger Skifirma überzeugt. "Die Führung ist damit besser, er absorbiert die Schläge besser", meinte etwa Benni Raich, der im kommenden Winter u.a. um seinen zweiten Gesamt-Weltcupsieg fighten möchte. "Der Doppeldecker hat im Training schon sehr gut funktioniert. Bei harter Piste passt dieser Ski sehr gut", erklärte auch Michael Walchhofer, der u.a. dem Schweizer Didier Cuche die Abfahrts-Weltcup-Kugel entreißen möchte.
(apa/red)
