Ermahnung für Austragungsländer: Aber EURO 2010 bleibt in der Ukraine und Polen
- Probleme bei Stadion- und Infrastruktur-Projekten
- Platini: Endrunde könnte noch immer verloren gehen

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Ab 2016. PLUS: Neuer Name für den UEFA-Cup
Das Exekutivkomitee des europäischen Fußball-Verbandes UEFA hat einen Warnschuss in Richtung der EURO-2012-Ausrichter Polen und Ukraine abgegeben, von einer Verlegung des Turniers in ein anderes Land aber abgesehen. Zwar wurden die beiden Nationen vorläufig als Gastgeber bestätigt, UEFA-Präsident Michel Platini stellte den Polen und Ukrainern aber auch die Rute ins Fenster.
"Das Exekutivkomitee hat die Bereitschaft der UEFA zur Organisation der EURO 2012 in Polen und der Ukraine bestätigt, doch gleichzeitig auch betont, dass eine Reihe von Bedingungen erfüllt werden müssen, um das Projekt voranzubringen", erklärte der Franzose auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung.
In den vergangenen Wochen und Monaten war spekuliert worden, dass die kommende Europameisterschaft an einen anderen Staat vergeben werden könnte, weil die beiden Ausrichter bei Stadion- und Infrastruktur-Projekten weit hinter dem Zeitplan hinterherhinken.
Gefahr noch nicht verbannt
Trotz des vorläufigen Vertrauensbeweises seitens der UEFA ist die Gefahr für Polen und die Ukraine aber noch nicht gebannt - so meinte etwa Platini auf die Frage, ob das Turnier doch noch in einem anderen Land über die Bühne gehen könnte: "Ja. Die Fertigstellung der Stadien in Kiew und Warschau bleibt ein essenzielles Element des gesamten Projekts. Ohne diese Stadien können wir kein Turnier haben", betonte der UEFA-Chef, forderte auch verstärkte Bemühungen bei der Errichtung von Hotels und Flughäfen und schloss nicht aus, dass die Endrunde nur in sechs Stadien gespielt werden und die Anzahl von polnischen und ukrainischen Austragungsstädten differieren könnte.
Grigorij Surkis, der Präsident des ukrainischen Verbandes, zeigte sich nach der Sitzung des Exekutivkomitees erleichtert. "Ich bin glücklich mit dieser Entscheidung. Das bedeutet, dass wir mit unseren Vorbereitungen fortfahren können." Ähnlich äußerte sich Zbigniew Kozminski, der Sprecher des polnischen Verbandes. "Wir sehen uns bestätigt, dass die Vorbereitungen in Polen nach Plan verlaufen", sagte Kozminski.
(apa/red)
