Neues von in Ägypten entführten Geiseln:
Kidnapper wollen angeblich in den Tschad
- 19 Deutsche von 20 Personen in Schach gehalten
- Entführer sollen 6 Mio. Euro Lösegeld gefordert haben

Seit ihrer Weiterreise nach Libyen gibt es keine Informationen mehr über das Schicksal der vor einer Woche in Ägypten verschleppten Urlauber. Ein ägyptischer Regierungsbeamter sagte der arabischen Zeitung "Al-Sharq al-Awsat": "Wir haben Sorge, dass es das Ziel der Entführer ist, den Tschad zu erreichen."
Der letzte Kontakt zu der Gruppe, der fünf Deutsche, fünf Italiener, acht Ägypter und eine Rumänin angehören, sei per Satellitentelefon zustande gekommen. Die Entführer sollen sechs Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Zuerst war von sechs Millionen US-Dollar (4,09 Millionen Euro) die Rede gewesen.
Nach Informationen der Zeitung halten 20 Entführer die 19 Geiseln in Schach. Die Entführer, die ihre Opfer in der Wüste im Südwesten Ägyptens überfallen hatten, waren mit den Touristen und ihren Begleitern erst in den Sudan gefahren. Sie überquerten mit ihren Geländewagen nach Angaben der sudanesischen Regierung bereits die Grenze zu Libyen. Die libysche Regierung hat sich bisher noch nicht offiziell dazu geäußert. In der Region, in der sich die Gruppe jetzt aufhalten soll, gibt es kein Wasser. Zur Identität der Entführer liegen keine gesicherten Angaben vor.
(apa/red)
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