Prominente Stimmen für den Gazastreifen:
1000 Unterschriften fürs Außenministerium
- Otto Tausig und Nina Hagen für "Gaza muss leben"

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Friedensbemühungen und große Rückschläge
Eine Petition "zur Aufhebung der Blockade gegen den Gazastreifen" mit über 1000 Unterschriften, die von der Kampagne "Gaza muss leben" initiiert wurde, ist Staatssekretär Andreas Schieder übergeben worden. Die zum Teil prominenten Unterstützer der Aktion fordern die österreichische Bundesregierung auf, "sich dafür einzusetzen, dass die Bevölkerung des Gazastreifens mit allem Lebensnotwendigen versorgt und die militärische Belagerung beendet wird", heißt es in einer Aussendung der Kampagne. Einzelne Mitglieder der Kampagne werden von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) als "antisemitisch" bezeichnet.
Die Forderungen fanden zahlreiche prominente Unterstützer. Unter anderem unterschrieben die Europaabgeordnete Karin Resetarits, der Schauspieler Otto Tausig und der Ex-Außenminister Erwin Lanc die Petition. Auch Künstler wie Friederike Mayröcker, Kurt Palm und Nina Hagen finden sich unter den Signataren.
Kritik der Kultusgemeinde
Dennoch bekräftigte die IKG ihre Kritik an der Kampagne. Einige Mitglieder des Personenkomitees von "Gaza muss leben", die auch der Antiimperialistischen Koordination (AIK) angehören, seien "antisemitisch", erklärte IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer gegenüber der APA. "Wenn man gegenüber Israel doppelte Moral anwendet und auf der Website der AIK Holocaustrevisionisten zur Sprache kommen, dann ist die Organisation antisemitisch einzustufen, auch wenn sie eigentlich von der sogenannten linken Seite kommt", sagte Fastenbauer. Die AIK hatte die antisemitischen Vorwürfe immer zurückgewiesen.
Zur Petition selbst sagte Fastenbauer, dass es ein Recht eines jeden Bürgers sei, so etwas durchzuführen. Die Leute müssten jedoch wissen, wer dahinter stecke. Im Übrigen sei er der Meinung, die Blockade des Gazastreifens würde automatisch aufhören, wenn aus Gaza keine Raketen mehr auf Israel geschossen würden. Israel habe sich aus dem Gebiet zurückgezogen, doch die Hamas hätten nach ihrer Machtübernahme begonnen, Israel zu terrorisieren, anstatt einen "konstruktiven Aufbau" des Gazastreifens zu betreiben.
Seit der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Juni 2007 hat Israel eine Blockade über den Gazastreifen verhängt, die in humanitären Fällen sporadisch geöffnet wird. Im Jänner hatten hunderttausende Palästinenser die Grenze gestürmt. Das Krisengebiet, in dem knapp 1,5 Millionen Menschen leben, ist durch Dutzende illegale Tunnel mit Ägypten verbunden. Durch diese werden Waffen, Benzin und Drogen in das Gebiet geschmuggelt.
(apa/red)
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