Revolutionierung der britischen Thronfolge:
Fällt der 300 Jahre alte Katholiken-Bann?
- Gleichstellung für weibliche und männliche Erben
- Regierung bringt Antrag nach nächster Wahl ein

·Britische Ministerin erklärt Rücktritt
Browns Kabinett kommt weiterhin nicht zur Ruhe
·Brown verteidigt sich
gegen seine Kritiker
Nachfolgespekulation um Außenminister Miliband
Die britische Regierung arbeitet laut einem Zeitungsbericht an einer Revolutionierung der Thronfolgeregelungen. Die Regierung sitze an Plänen, wonach Katholiken nach einem 300 Jahre langen Bann nicht länger von der Thronfolge ausgeschlossen sein sollen, berichtete der "Guardian". Zudem sollten weibliche Königskinder künftig männlichen Erben in der Thronfolge gleichgestellt sein.
Die Labour-Regierung wolle einen entsprechenden Gesetzesvorschlag nach der nächsten Parlamentswahl einbringen. Das Büro von Premierminister Gordon Brown lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht zunächst ab. Im März hatte Justizminister Jack Straw den Ausschluss von Katholiken von der Thronfolge jedoch als "antiquiert" bezeichnet.
Ende des 18. Jahrhunderts war in mehreren Gesetzen festgeschrieben worden, dass der britische Monarch Protestant sein muss. Jedes Mitglied, das einen Katholiken heiratet, ist automatisch von der Thronfolge ausgeschlossen. Der frühere Premierminister Tony Blair hatte 1999 Änderungen an den Thronfolgeregelungen mit der Begründung abgelehnt, diese erforderten ein umfangreiches Gesetzgebungsverfahren und müssten dazu noch vom Commonwealth-Bündnis abgesegnet werden. (apa/red)
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