"Grenzenloser Hass auf alle Mitmenschen": Amokläufer plante seine Tat seit 6 Jahren!
- Zimmer des 22-Jährigen von Polizei durchsucht
- Politik diskutiert Verschärfung des Waffengesetzes
·Finnland: Amokläufer
bringt 10 Schüler um
Täter verstirbt im Spital.
PLUS: Bilder vom Tatort
·BILDER: Amokläufer tötet neun Menschen
Finnland: Mann richtet in Berufsschule Blutbad an
·Täter-Videos auf YouTube mit Pistole
Hobbys: "Computer, Waffen, Sex und Bier"
·Blutige Amokläufe an Schulen und Unis
Die meisten Bluttaten gab es bisher in den USA
·Muster für Amok- läufe immer ähnlich
Ohnmacht, Misserfolge und Isolation sind schuld
·Wort "Amok" stammt aus dem Malaiischen
In 99 Prozent der Fällen sind Männer die Täter
Der Mörder von zehn Mitschülern im finnischen Kauhajoki hat seinen Amoklauf sechs Jahre lang vorbereitet. Das ergab eine Durchsuchung des Zimmers des 22-jährigen Matti Saari in einem Studentenwohnheim der westfinnischen Kleinstadt.
Man habe viel Material gefunden, mit dem der Schüler an der örtlichen Berufsschule seinen "grenzenlosen Hass auf alle Mitmenschen" zum Ausdruck gebracht habe, gab ein Kripobeamter im Fernsehen an.
Der Amokläufer hatte in seiner eigenen Berufsschule zehn Menschen und am Ende sich selbst erschossen. Zum Zeichen der Trauer waren alle öffentlichen Gebäude in Finnland auf Halbmast beflaggt. Ministerpräsident Matti Vanhanen kündigte unterdessen eine Verschärfung der Waffengesetze an. Er will den Schauplatz des Massenmordes im Tagesverlauf besuchen.
Kommmt Waffenverbot für Privastpersonen?
Vanhanen erwägt ein generelles Handwaffenverbot für Privatpersonen. Altersgrenzen oder Befragungen beim Waffenkauf reichten nicht aus, sagte Vanhanen dem Sender MTV3. "Nach zwei derartig tragischen Vorfällen müssen wir darüber reden, ob Privatpersonen überhaupt Handwaffen haben dürfen."
Er forderte, ebenso wie Präsidentin Tarja Halonen, striktere Kontrollen des Internets. Halonen sagte dem Sender YLE, das Internet und Foren wie YouTube seien "kein anderer Planet". "Sie sind Teil unserer Welt und wir Erwachsenen haben die Verantwortung, zu überprüfen, was dort vor sich geht und für Grenzen und Sicherheit zu sorgen." (apa/red)
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