ETA-Anschlag tötet Mann in Nordspanien:
Autobombe detonierte vor Militärakademie
- Fünf weitere Menschen wurden bei Anschlag verletzt
- Anschlagsserie dürfte Racheakt für Verhaftungen sein

·Nordspanien: Zwei Bomben in einer Nacht
ETA warnte vor einem Sprengsatz - 11 Verletzte
Die Serie der ETA-Anschläge in Spanien reißt nicht ab. Bei einem neuen Terroranschlag der baskischen Untergrundorganisation wurde in der Nacht ein Mensch getötet. Fünf weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden bei der Explosion einer Autobombe in der nordspanischen Kleinstadt Santoña verletzt. Das Attentat war der dritte Anschlag der ETA innerhalb von 24 Stunden.
Der Sprengsatz detonierte vor einer Militärakademie in der Küstenstadt in der an das Baskenland angrenzenden Region Kantabrien. Bei dem Toten handelte es sich nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE um einen Offizier der spanischen Streitkräfte. Die Wucht der Detonation richtete schwere Schäden an. Ein anonymer Anrufer hatte den Angaben zufolge zehn Minuten vor der Explosion im Namen der ETA eine Warnung vor der Bombe durchgegeben.
Anschlagsserie als Racheakt für Verhaftungen
Bereits in der Nacht zuvor hatte die Separatistenorganisation im spanischen Baskenland eine Autobombe vor einem Polizeikommissariat gezündet und elf Menschen verletzt. Wenige Stunden früher waren bei der Detonation einer Autobombe vor dem Hauptsitz einer Sparkasse in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria schwere Sachschäden entstanden.
Die Anschlagsserie könnten ein Racheakt der Separatisten für das jüngste Vorgehen der spanischen Justiz gegen das Umfeld der ETA sein. Zwei baskische Separatistenparteien waren wegen Unterstützung des Terrorismus verboten worden. Zudem wurden 21 Mitglieder einer Hilfsorganisation für inhaftierte ETA-Terroristen zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt.
(apa/red)
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