Grüne ziehen gute Bilanz über Wahlkampf:
Erfolg bei Abschaffung der Studiengebühren
- "Sehr gut, spannend, erfolgreich und auch ermüdend"
- Glawischnig: "Wir werden die 15 Prozent schaffen"
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Eine Erfolgsbilanz haben die Grünen bei ihrer Wahlkampfabschlussveranstaltung gezogen. "Sehr gut, spannend, erfolgreich und natürlich teilweise auch ermüdend" sei der Wahlkampf gewesen, meinte Grünen-Chef Van der Bellen vor rund 120 Sympathisanten in Wien. Vize-Parteichefin Glawischnig unterstrich u.a. die Abschaffung der Studiengebühren, die der "Hartnäckigkeit der Grünen" zu verdanken sei.
Mit Frauenpolitik, Umweltschutz und Energiewende sowie Bildung habe man thematisch die richtigen Prioritäten gesetzt, ist Van der Bellen überzeugt. Mit dem "Supergau Wachteleier-Koalition" seien außerdem "gute Markierungen" gelungen. "Gut reingegangen" sei auch die Message der Grünen als Partei der "mutigen Frauen" im Gegensatz zu der FPÖ, einer Gruppierung "ängstlicher Männer", resümierte der Professor. An seinen "sehr ehrgeizigen Zielen" hält Van der Bellen nach wie vor fest: "Jawohl, wir wollen in die Regierung und Rot-Schwarz ablösen", rief er dem Publikum zu.
"Wir werden die 15 Prozent schaffen und eine Gesellschaft schaffen, die Österreich wirklich verdient hat", übte sich auch Glawischnig in Zuversicht. In jüngsten Umfragen liegt die Partei derzeit bei 11 bis 12 Prozent. Einmal mehr bekräftigte sie die Wahlkampfstrategie, wonach es um eine Richtungswahl zwischen Grün und FPÖ gehe. Dabei werde sich entscheiden, ob man sich in eine "Burschenschafter-Welt des 19. Jahrhunderts oder in eine moderne Welt, wo alle gleichen Chancen haben" bewegt. "Wer nachdrückliche Gleichstellungspolitik will, muss Grün wählen", appellierte sie in Richtung weiblicher Wählerschaft.
Scharfe Kritik übte Van der Bellen am Konkurrenten Liberalen Forum. Er habe die Liberalen im Zusammenhang mit den "unbescholtenen Tierschützern", die in U-Haft genommen wurden als Allianzpartner vermisst, sagte der Grüne Bundessprecher.
(apa/red)
