Tumulte vor FPÖ-Veranstaltung: Lokal wurde sogar wegen Überfüllung geschlossen
- HC Strache sprach vor Anhängern in drei Sälen
- Demo vor Lokal: Anzeige wegen Wiederbetätigung

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Das Müllner Bräustübl in der Stadt Salzburg musste bei der Veranstaltung der Freiheitlichen mit Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache wegen Überfüllung gesperrt werden. Während der Veranstaltung kam es auf dem Parkplatz vor dem Bräustübl zu einer Anti-Strache-Demonstration, bei der es zu einer Auseinandersetzung kam. Polizeibeamte konnten den Tumult aber rasch schlichten, festgenommen wurde niemand. Eine Anzeige wegen Körperverletzung lag danach nicht vor, wohl aber eine wegen Wiederbetätigung, sagte Einsatzleiter Peter Riepl.
Bereits zehn Minuten vor der Veranstaltung musste das Bräustübl an beiden Eingängen wegen Überfüllung komplett gesperrt werden. Die Säle waren restlos überfüllt, selbst freiheitliche Politiker konnten nur mehr einen Stehplatz an ihren Eingängen ergattern. Anhänger, die beispielsweise aus dem Pinzgau angereist waren, fanden keinen Einlass und wurden zu ihrem Überdruss von den Polizisten angewiesen. Strache selbst betrat über den Hintereingang, der ebenfalls für Besucher nicht mehr zugänglich war, den Veranstaltungsort. Bereits bei seinem Eintreffen wurde er mit frenetischem Applaus und H.C.-Rufen begrüßt. Vorgesehen waren Reden des FP-Parteichefs in den zwei restlos überfüllten Sälen (Gambrinus und Rupertus), im dritten hielt er dann eine Rede auf einem Tisch und ohne Mikrofon. An der Veranstaltung nahmen nach Auskunft der Salzburger Freiheitlichen rund 3.000 Personen teil.
An die 90 Mitglieder linker, antifaschistischer Gruppierungen demonstrierten während der Kundgebung gegen Strache und skandierten Parolen gegen den FPÖ-Chef. Vom ersten Stock, wo Strache bereits seine Rede gehalten hatte, schrien Anhänger in Sprechchören und H.C.-Rufen die Demonstranten an, und es kam zu gegenseitigen Provokationen. Aus dem Gastgarten kamen Strache-Anhänger über die Mauer zu den Demonstranten, und es kam zu kleineren Auseinandersetzungen. Zusätzliche Polizisten wurden herbeigerufen, es waren an die 50 Beamte im Einsatz. Im Bräustübl selbst gab es keine Vorfälle, so Riepl.
(apa/red)
