Lehrling erhielt Lohn nach über 25 Jahren:
Betrieb blieb Gehalt nach Insolvenz schuldig
- Burgenländer wurden 1.165 Euro zugesprochen
- Sachwalterin leitete Zahlung des Betrags in die Wege

Nach mehr als 25 Jahren hat ein ehemaliger Lehrling aus dem Burgenland seinen Lohn ausbezahlt bekommen, den ihm der frühere Arbeitgeber schuldig geblieben war. Der 41-Jährige, der mittlerweile in Wien als EDV-Administrator in leitender Funktion tätig ist, erhielt - inklusive der angefallenen Zinsen - 1.165 Euro, hieß es von der Arbeiterkammer, die den Südburgenländer vertreten hatte.
Der Lohn, den der Betrieb 1982 nach einer Insolvenz nicht mehr ausbezahlte, machte 7.800,60 Schilling (566,9 Euro) aus. Die Summe hatte der Karosseriespengler-Lehrling vom Gericht zugesprochen bekommen. Die Arbeiterkammer wurde diese Woche von einer Rechtsanwaltskanzlei informiert, dass die offene Forderung gerichtlich exekutiert worden sei.
Vom Arbeitgeber sei nach der Insolvenz über Jahrzehnte nichts zu holen gewesen. Schließlich wurde der Unternehmer unter Sachwalterschaft gestellt. Eine Sachwalterin leitete die Zahlung des ausstehenden Betrages in die Wege.
Um ähnliche Situationen zu verhindern, wurde mittlerweile der Insolvenzlastenausgleichsfonds eingerichtet. Arbeitnehmer können aus diesem Topf einen ausstehenden Lohn im Fall einer Insolvenz ausbezahlt bekommen.
(apa/red)
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