Sonntag, 21. September 2008

Eine wilde Köchin am Sprung: Denise Amann
startet ihre kulinarische, biologische Zukunft

  • NEWS: Christoph Wagners Genuss-Tipp der Woche
  • Wild-Cooking Star, Kochbuch & jetzt ZDF Kochshow

Man muss nicht unbedingt ein Prophet sein, um Denise Amann eine große Karriere zu prophezeien. Anhängern von Bioküche ist die zierliche Vorarlbergerin schon ein Begriff, seit sie vor drei Jahren am Ottakringer Yppenplatz ihr kleines, aber feines Restaurant "Noi" aufgemacht hat. TV-Kochshow-Freaks kennen sie als "Wild Cooking"-Nothelferin, die bei angehenden Hobbyköchen "einspringt", wenn überraschend Gäste kommen. Nun setzt Denise mit ihrem ersten Kochbuch "dreimahl" auch noch zum Sprung in die Bestsellerlisten an. Und der Sprung ins kalte Wasser der Kerner-Kochshow im ZDF ist für 17. Oktober programmiert.

Die Schürze, die Denise für diese Show "designt" hat, hängt schon am Haken. "Junges Gemüse" steht vielsagend darauf. Denn die Qualität der "Bodenschätze" ist ihr besonders wichtig. Dennoch wird es kein Veggie-Gericht, sondern ein Steak sein, mit dem Denise Amann sich dem Kochshow-Publikum präsentieren will. "Biologisch zu kochen", sagt die "ufm Land ufgwachsane" Bludenzerin, die bei ihrer Oma kochen gelernt hat, "heißt für mich, auf genmanipulierte oder behandelte Lebensmittel sowie auf jegliche künstliche Fertig- und Halbfertigprodukte zu verzichten, aber keineswegs auf Fleisch."

Vier Dreimähler
Wer Denise' saftiges "Rindsfilet mit Thaibasilikum-Farce im Strudelteig mit Kürbis-Lauch-Gröstl und Orangenreduktion" heute schon kosten möchte, der sollte das "Noi" übrigens abends aufsuchen. Denn nur dann steht Denise Amann auch selbst in ihrer Einfrauküche. "Global Bistro" mit Bodenhaftung. Abend für Abend schmurgelt Denise auf kleinstem Raum vier dreigängige Menüs (sogenannte "Dreimähler") zu wechselnden Leitmotiven wie "Green Sleeves", "Zoo Asiatique" oder "Frech French", deren einzelne Kreationen mitunter ziemlich verstiegen klingen.

Ehrlich gekochte Gerichte
Hinter Gerichten wie "Hot Hendlsupperl mit Galgant, Cocos & Zitronen-Ysop-Schöberl" oder "Kaltgeräucherte Lachsforelle mit Kren- eis auf Crysanthemen-Radieschen" verbergen sich jedoch, wenn sie erst einmal am Teller erscheinen, durchwegs erdige Gerichte abseits von Molekularküchen-Chichi oder, wie die weit gereiste Denise sagt: "Gerichte, die ehrlich gekocht sind". Kochtechnisch erinnert vieles an französische Bistroküche. Fleisch, Gemüse und Fisch stammen, ebenso wie die feinen Bioweine, aus Österreich.

Den gesamten Bericht lesen Sie im aktuellen NEWS 38/2008

21.9.2008 15:14