Mittwoch, 17. September 2008

Glücksmomente, Freude und Zufriedenheit: Nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand!

  • Vom Sonnenaufgang bis zum Glas Wein mit Freunden
  • Unglücklich ohne Achtsamkeit vor sich und der Natur

"Glück ist so vieles: Für die einen ein Sonnenaufgang, ein Gläschen Wein, für die anderen Familie, Gesundheit, in einen See zu hüpfen", so die Psychologin Heide-Marie Smolka. "Es ist ein nebulöses Wort." Das Spektrum von Glücksempfinden sei so breit, dass es fast unmöglich scheint, es in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Smolka splittet das Glück in drei Kategorien auf: Glücksmomente, Freude und Zufriedenheit.

Glückliche Momente
Glücksmomente beziehen sich auf die Gegenwart, "auf das, was genau jetzt ist, was man mit seinen fünf Sinnen wahrnehmen kann". "Es liegt an mir, einen Landeplatz für das Glück zu schaffen", meint die Psychologin. Man könnte z.B. in der Früh unter der Dusche stehen und sich überlegen, was man den ganzen Tag noch alles zu erledigen habe - oder mit allen Sinnen im Jetzt ankommen, die Wassertropfen auf der Haut spüren "und dem Glück im Sinne von Glücksmomenten eine Chance zu geben".

Freude & Zufriedenheit
Freude hingegen bezieht sich auf die Zukunft oder die Vergangenheit: "Wenn ich mich z.B. jetzt schon auf das Abendessen freue, dann kann ich mich in eine positive Stimmung bringen", sagt Smolka. Bei Zufriedenheit geht es um den kognitiven Bereich und um Bewertungen. Zufriedenheit wird beeinflusst von Vergleichen und der Einstellung: "Ist das Glas halb voll oder halb leer?"

Leg selbst Hand an!
Ergebnisse der Glücksforschung zeigen laut Smolka, dass bei Menschen, die sich selbst als glücklich bezeichnen, das Verhältnis von angenehmen zu unangenehmen Gemütszuständen mindestens in einem Verhältnis von vier zu eins steht.

Das Haar in der Suppe
Den typischen unglücklichen Menschen könne man nicht beschreiben, so die Psychologin. Das Unglücklichsein habe verschiedene Ursachen: "Meist sind es Menschen, die die Achtsamkeit verloren haben vor sich selbst und der Natur." Oft scheinen die Betroffenen "konditioniert" darauf zu sein, immer das Schlechte zu finden - das "Haar in der Suppe", das man, wenn man will, immer finden kann. (apa/red)

17.9.2008 12:31