Samstag, 20. September 2008

Die Höhenflüge des Handy-Rebellen: Die Erfolgsstory des One-Chefs Michael Krammer

  • NEWS: Vom Handy Speck-Spot zum Orange-Launch
  • Stationen der Karriere: Von max.mobile zu Formel 10

Er ist der wohl unkonventionellste Handy-Boss des Landes. Zum NEWS-Fototermin legt One-Chef Michael Krammer schon einmal Jackett und Krawatte ab, um sich in seinem Büro auf den Besprechungstisch zu legen. Von hier blickt er durch einen riesigen orangen Reifen in die Linse - und damit symbolisch in die Zukunft. Denn aus dem dritten heimischen Handy-Netzbetreiber One wird ab 22. September die internationale Marke Orange. Und Krammer ist der Mastermind hinter dem milliardenschweren Markenwechsel. Hier ein kleiner Rückblick seiner Karriere.

1998 stieg Krammer als Customer-Service-Leiter beim T-Mobile-Vorläufer max.mobil ein. Zwei Jahre später übernahm er das Segment Business-Kunden und begann, das zu tun, was er am besten konnte - Tarife und Kampagnen erfinden. Mit dem "Fliesenleger Bonek" kreierte er ein Preismodell, mit dem Kleinbetriebe um 0 Euro innerhalb der Firma telefonieren konnten. Das war neu, das war bahnbrechend. In einem Jahr konnte max.mobil den Anteil seiner Business-Kunden verdoppeln.

Der Festnetz-Killer
Als T-Mobile anklopfte, um max.mobil zu schlucken, verabschiedete sich Krammer zum Mini-Konkurrenten tele.ring. Der winzige Netzbetreiber hatte 2002 gerade 150.000 Kunden, die meisten davon mit billigen Wertkartenhandys. Doch mit Krammer ging es Schlag auf Schlag. Zunächst erfand er den 1-Cent-Tarif für Gespräche innerhalb des tele.ring-Netzes. Im Februar 2003 entwickelte er gemeinsam mit der Jungagentur Dirnberger de Felice die bis heute legendären Kampagnen "Weg mit dem Speck".

Und im Herbst 2003 folgte der 1-Cent-Tarif für Gespräche ins Festnetz. "Nach nur sechs Monaten hatten 50 Prozent der unter 30-Jährigen keinen Festnetzanschluss mehr", erinnert sich Krammer stolz. Das Beste aber: Als Krammer tele. ring 2006 verließ, weil das Unternehmen von T-Mobile geschluckt wurde, hatte er eine Million Kunden gewonnen.

Mit One zu Orange
Seit Oktober 2007 ist Krammer nun One-Chef. Aus gutem Grund: Die France Télécom, die kurz zuvor den Netzbetreiber kaufte, will gemeinsam mit dem Strategen den Markenwechsel zu Orange durchführen und das Unternehmen neu aufstellen. Krammer: "Wir wollen Orange in Österreich als Weltmarke positionieren." Dafür wird es einen bahnbrechenden Europatarif geben. Die Kampagne dafür entwirft Krammer mit alten Bekannten: dem Team von Dirnberger de Felice. Man darf also gespannt sein.

Den gesamten Bericht lesen Sie im aktuellen NEWS 38/2008

20.9.2008 07:38