Start von MySpace Music mit Verzögerung:
Einigung mit viertem Major-Label in Sicht
- Fehlender CEO für Music-Joint-Venture fehlt noch
- Playlisten sollen in MySpace-Profil integriert werden

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FORMAT: Der Download-
Dienst auf dünnem Eis
Das Social-Community-Portal MySpace hat den Start seines neuen Musikdienstes MySpace Music bereits seit längerem geplant. Einen Versuch sollte das Joint Venture zwischen MySpace und drei der vier Major-Labels eigentlich zu Wochenbeginn unternehmen. Dem Branchenblog Silicon Alley Insider nach musste der Start verlegt werden. Der geplante erneute Anlauf soll sich nun jedoch abermals um zumindest eine Woche verschieben. Der Blog beruft sich auf Quellen aus den beteiligten Plattenfirmen, denen zufolge bisher noch kein Termin bestätigt sei. Für eine Verzögerung gebe es sogar gleich zwei Gründe.
Zum einen steht MySpace noch in Verhandlungen mit dem vierten großen Musiklabel EMI, um auch dessen Repertoire anbieten zu können, wie auch MySpace bestätigt. "Die Gespräche mit EMI laufen nach wie vor. Wir gehen davon aus, dass man sich hier bald einig sein wird", erklärt MySpace-Sprecher Mats Wappmann. Blog-Autor Peter Kafka zufolge solle ein Start von MySpace Music ohne EMI allerdings erst gar nicht erfolgen. Die User gleich zu Beginn durch ein unvollständiges Angebot zu vergraulen, sei weniger ratsam als es mit einer Verzögerung online zu stellen.
Noch kein CEO
Darüber hinaus habe MySpace bisher keinen CEO für das Musik-Joint-Venture bestellt, worin Kafka den zweiten Grund für eine mögliche Verschiebung sieht. Berichten der Branchenportale cnet und techcrunch zufolge seien noch zwei Kandidaten im Rennen um den Posten. Neben Owen Van Natta, ehemaliger COO bei Facebook, stehe Andy Schuon, früherer CEO des Universal-Musikdienstes Music Feed, zur Auswahl. Zum künftigen MySpace-Music-CEO wollte sich das Unternehmen nicht äußern. "Der Start von MySpace Music wird aber nicht verschoben", dementiert Wappmann.
Anhand von MySpace Music sollen Nutzer künftig Playlisten aus dem Label-Repertoire erstellen können, um sie anschließend auf den eigenen Profilen einzubinden. Zudem sollen Merchandise-Artikel und Konzerttickets über den Dienst vertrieben werden. Neben EMI wird dem Wirtschaftsmagazin Fortune zufolge noch mit verschiedenen kleineren Labels verhandelt, um das Angebot zu erweitern. Gleichzeitig kooperiert MySpace Music mit Amazon, um die Musiktitel als bezahlte Downloads anbieten zu können.
(pte)
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