Franz Morak Der lange Weg zurück zur Kunst
- Ex-Staatssekretär und seine Rückkehr zum Theater

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Hörproben und Songtexte des Ex-Punksänger´s Franz Morak
Hörproben seiner CD´s
Songtexte
Interviewauszug mit Franz Morak aus dem aktuellen NEWS
NEWS: Können Sie sich vorstellen, auf irgendeinem Weg in die Politik zurückzukehren?
Morak: Nein. Das Kapitel ist beendet.
NEWS: Ist es ein schwerer Abschied?
Morak: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war eine interessante, wunderschöne Zeit, und ich hätte es gern noch eine Legislaturperiode gemacht. Andererseits war ich ein Quereinsteiger, und deren Halbwertszeit liegt zwischen zwei Monaten und drei Jahren. Vierzehn Jahre inklusive einer siebenjährigen Regierungsbeteiligung ist eine stolze Bilanz. Jetzt gibt es eben Prozesse der Neuorientierung, hin zu jüngeren Gesichtern
Und die Augenblicke, in denen man sich selbst neu orientieren muss, sind doch die schönsten und spannendsten. Den Grundstein zur Neuorientierung hat bei den vergangenen Salzburger Festspielen die fulminante Bartók-Interpretation von Boulez und Barenboim gelegt. Die hat mir wieder Mut gemacht, über eine Zukunft als Künstler nachzudenken. Deshalb nehme ich mir ab Oktober eine Regenerationsphase von etwa einem halben Jahr und beginne wieder Grillparzer zu lesen: Ein treuer Diener seines Herrn, ein Stück, das ich immer schon inszenieren wollte. Auf der anderen Seite möchte ich mich mit Wagner beschäftigen. Musiktheater und Theater also: Ich war lange weg, und das Theater ist ein Beruf, dem man sich ganz oder gar nicht ausliefern muss. Und deshalb werde ich jetzt über die uneingeschränkte Rückkehr zur Kunst nachdenken.
NEWS: Wann könnten Sie in Pension gehen?
Morak: In etwas mehr als einem Jahr. Aber darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich suche jetzt einen Weg, als Künstler zurückzufinden, und ich will dabei weder als Sensation betrachtet werden noch als einer, den man auflaufen lassen sollte.
Biografie
Franz Morak (geboren am 25. Mai 1946 in Graz) ist ein österreichischer Schauspieler und Politiker.
Künstlerische Karriere
Nach Schauspiel- und Regiestudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und als Hörer am Reinhardtseminar in Wien war Morak als Sänger und Songwriter, Schauspieler, Regisseur an mehreren Theatern sowie Darsteller in TV-, Hörfunk-, und Filmproduktionen tätig. Seit 1974 ist Morak Mitglied des Burgtheaters. Er reüssierte als Nestroy-Darsteller und gelangte als Brechts "Arturo Ui" bis zum Berliner Theatertreffen. Als Regisseur verantwortete er eine viel gelobte Aufführung von Felix Mitterers Altersheim-Tragödie "Sibirien" mit Fritz Muliar. 1988 wurde ihm der Albin-Skoda-Ring verliehen.
Politische Karriere
Am Burgtheater war Morak auch als Personalvertreter engagiert und bot u. a. dem künstlerischen Direktor Claus Peymann die Stirn, um Rechte, aber auch ersessene Privilegien des Ensembles zu wahren. So begab er sich zusehends und bis zur eigenen künstlerischen Beschädigung in Fundamentalopposition, indem er immer mehr Rollenangebote zurückwies (u. a. die Uraufführung von Peter Turrinis "Tod und Teufel"). Seit 1994 ist Morak Abgeordneter zum Nationalrat und stv. Vorsitzender des Kulturausschusses. Von 2000 bis Januar 2007 war er Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt in den Regierungen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP).
Morak als Punkrock-Sänger und Songwriter
Zu den mittlerweile weniger bekannten Stationen im Leben des ehemaligen Kulturstaatssekretärs zählt auch seine Zeit als Extrem-Punkrock-Sänger und Songwriter. Unter anderem veröffentlichte er die Alben "Morak" (Covergestaltung: Gottfried Helnwein), "Morak'n'Roll" und "Sieger sehen anders aus". In seinen musikalischen Werken und auch bei seinen Live-Performances setzte sich Morak auf sehr drastische Weise mit der katholischen Kirche, Inzest, Pädophilie, Suizid, diversen Geisteskrankheiten und anderen brisanten Themen auseinander.
Diskografie
1980: Franz Morak
1981: Morak'n'Roll
1983: Sieger sehen anders aus
1993: Herzstillstand
1998: Master Series (Compilation)
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Quellen: Redaktion
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