Mit geeinten Kräften gegen Finanzkrise: Führende Notenbanken suchen nach Ausweg
- Von EZB bis US-Notenbank Federal Reserve beteiligt
- PLUS: Schlechteste Börsenbarometer-Werte seit 9/11

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Von Gründung vor 158 Jahren bis zur Insolvenz
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1850 im US-Bundesstaat Alabama gegründet
Die weltweit führenden Notenbanken wollen gemeinsam den erhöhten Anspannungen am US-Dollar-Geldmarkt entgegentreten. Zusammen mit anderen Schritten, die von einzelnen Zentralbanken unternommen wurden, seien diese konzertierten Maßnahmen geeignet, die Liquiditätsverhältnisse an den internationalen Finanzmärkten zu verbessern, meldete die Europäische Zentralbank (EZB).
Beteiligt seien außer der EZB die Bank of Canada, die Bank of England, die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of Japan und die Schweizerische Zentralbank SNB. Die Zentralbanken würden weiterhin eng zusammenarbeiten und auf die anhaltende Anspannung mit geeigneten Maßnahmen reagieren.
Zusätzliche Liquiditätsspritze
Die EZB kündigte eine zusätzliche Liquiditätsspritze in Dollar an. Zur Bereitstellung zusätzlicher Liquidität sei ein Schnelltender über einen Tag geplant, hieß es. Das angestrebte Volumen des Tenders liege bei 40 Milliarden US-Dollar (28,1 Mrd. Euro).
US-Börsen auf Talfahrt
Angesichts weiterer spektakulärer Umwälzungen in der Finanzbranche sind die US-Börsen zur Wochenmitte erneut auf steile Talfahrt gegangen. Der Ausverkauf bei Finanzwerten beschleunigte sich teils drastisch. Investoren flüchteten in vermeintlich sichere Anlagen wie Gold, andere Edelmetalle und festverzinsliche Anlagen.
Das historische Eingreifen der US-Notenbank beim angeschlagenen Versicherungsriesen AIG konnte den Anlegern die Ängste nicht nehmen. Nun geraten auch die zwei letzten unabhängigen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley immer tiefer in den Abwärtssog an der Börse.
Sturzflug des Dow-Jones-Index
Der Dow-Jones-Index verlor bereits zum zweiten Mal in dieser Woche über vier Prozent. Zum Wochenstart hatte das weltweit bekannteste Börsenbarometer seinen schlechtesten Tag nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 erlebt - gefolgt von einer Verschnaufpause am Dienstag.
Der Dow Jones büßte 4,06 Prozent auf 10 609,66 Punkte ein. Der SP-500-Index brach um 4,71 Prozent auf 1156,39 Punkte ein. Der NASDAQ-Index stürzte am stärksten ab mit minus 4,94 Prozent auf 2098,85 Punkte.
(apa/red)

