Teurer Winter steht bevor: Steiermark
reagiert und erhöht Heizkostenzuschuss
- Gleichzeitig Anhebung der Einkommensgrenzen
- Bezieher von Wohnbeihilfe haben keinen Anspruch

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Die Steiermark wird im Winter 2008/2009 den Heizkostenzuschuss erhöhen. Für Ölheizungen gibt es zukünftig 150 statt 120 Euro, für alle anderen Brennstoffe 70 statt bisher 60 Euro, für die Ärmsten der Armen gebe es "selbstverständlich ein Einvernehmen in der Regierung", so LHStv. Hermann Schützenhöfer.
Erhöht wurden neben der Höhe des Zuschusses auch die Einkommensgrenzen, ab denen das Geld gewährt werde. Als Einkommensgrenze galt bisher 847 Euro, nun sind es 872 Euro bei Einpersonenhaushalten. Bei Ehepaaren sind es nun 1.307 statt 1.273 Euro. Der Zuschuss kann auf der jeweiligen Wohnsitzgemeinde und in Graz bei den Bezirksämtern beantragt werden.
Flecker rechnet mit 1,5 bis 1,8 Mio. Euro an Auslagen, veranschlagt seien "auf Grund einer alten Budgetierung" rund 0,5 Mio. Euro gewesen. In der vorherigen Heizsaison hätten die Aufwendungen rund eine Mio. Euro betragen, etwa 12.000 Personen nahmen sie in Anspruch. Für heuer wird mit mehr Beziehern gerechnet.
Kein Anspruch für Wohnbeihilfe-Bezieher
Bezieher der Wohnbeihilfe neu hätten keinen Anspruch, da ja sonst eine Doppelförderung vorliegen würde, sagte Flecker. In der Steiermark ist der Heizkostenzuschuss teilweise zu einer Betriebskostentangente der Wohnbeihilfe ausgebaut worden. Nur für jene Personen, die keinen Anspruch auf Wohnbeihilfe haben - zum Beispiel, weil sie keinen Mietvertrag vorweisen können - wird der "alte" Heizkostenzuschuss in der alten Form weiter ausgezahlt.
Bei der ÖVP sah Schützenhöfer wesentliche Forderungen seiner Partei verwirklicht: "Gratiskindergarten, Heizkostenzuschuss und die Abschaffung des Pflegeregress, die morgen im Landtag beschlossen werden wird." Bei der SPÖ plant Umweltlandesrat Manfred Wegscheider ein neues Fördermodell beim Umstieg auf erneuerbare Energie bzw. beim Anschluss von Fernwärme. Die Kosten 2007 wären bei rund einer Mio. Euro gelegen, rund 650 Förderfälle habe es gegeben. Für Ärmere könne die Förderung bei bis zu 100 Prozent liegen, gedeckelt bei 8.000 Euro.
Sozialreferent Flecker pochte darauf, dass der Bund sich künftig an den Heizkostenzuschüssen mit 50 Prozent beteiligen möge: "Das ist eine Uraltforderung der Länder". Finanzminister Wilhelm Molterer habe dies abgelehnt. Er hoffe, dass das besser werde. LH Voves erklärte, dass es in den Ländern unterschiedliche Heizkostenzuschüsse gebe, was wenig sinnvoll sei.
(apa/red)

