Joseph Blatter stärkt Südafrika den Rücken:
FIFA-Boss bemängelt aber Euphorie im Land
- Inspektionsreise zerstreute Organisations-Sorgen
- Treffen mit den höchstrangigen Politikern Südafrikas

·WM 2010: Blatter hat drei Ersatz-Ausrichter
Südafrika kämpft mit einigen Problemen
·Der Kaiser macht sich
für Südafrika stark
Beckenbauer bekräftigt
Standort für WM 2010
FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Südafrika zum Auftakt einer viertägigen Inspektionsreise im WM-Land das Vertrauen ausgesprochen. In einer landesweit ausgestrahlten Pressekonferenz mit dem südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki sagte der Chef des Fußball-Weltverband FIFA am Abend: "Ich möchte dem ganzen Land das 100-prozentige Vertrauen der FIFA in seine Fähigkeiten bestätigen, die FIFA-Weltmeisterschaft zu organisieren."
Selbst Skeptiker müssten nun zugeben, dass die Stadien rechtzeitig fertig würden. Es mangle aber noch an landesweitem Enthusiasmus. Blatter: "Das ist ein landesweites Ereignis mit weltweiter Bedeutung." Mit Blick auf das schlechte sportliche Abschneiden des Nationalteams meinte er: "Bafana, Bafana, ihr müsst noch etwas arbeiten!" Blatter kündigte auch ein Treffen mit dem wahrscheinlich nächsten Präsidenten Südafrikas an, dem Vorsitzenden der Regierungspartei ANC Jacob Zuma.
In den kommenden Tagen will sich Blatter in Kapstadt und Johannesburg aus erster Hand über den Fortgang der Vorbereitungen auf die WM-Endrunde 2010 und den Confederations Cup im kommenden Jahr informieren. Bei dem Besuch wird Blatter auch Südafrikas ersten schwarzen Präsidenten, den Friedens-Nobelpreisträger Nelson Mandela, treffen.
(apa/red)
