Samstag, 20. September 2008

Bremen will Bayern Lederhosen ausziehen: Meister gegen Vizemeister Hit in Deutschland

  • Prödl, Harnik bei Gästen wohl nur in Zuschauerrolle
  • Bremen nach schwachem Saisonstart unter Druck

Deutschlands Fußball-Meister Bayern München empfängt heute in der fünften Runde der deutschen Bundesliga seinen Vize Werder Bremen. Während die Münchner nach Maß in die Champions-League-Gruppenphase gestartet (1:0 bei Steaua Bukarest) und auch in der Meisterschaft auf Rang zwei liegend noch ungeschlagen sind, verlief der Saisonstart für die Truppe der beiden ÖFB-Teamspieler Sebastian Prödl und Martin Harnik - mit fünf Zählern in der Meisterschaft und einem enttäuschenden Heim-0:0 gegen Rapid-Bezwinger Anorthosis Famagusta in der "Königsklasse" - nicht nach Wunsch.

Vor allem die Abschlussschwäche der Bremer Stürmer war gegen die Zyprioten eklatant, sowohl Claudio Pizarro als auch Markus Rosenberg und das eingewechselte Duo Boubacar Sanogo und Hugo Almeida (der wegen Rückenproblemen genauso wie Daniel Jensen fraglich ist) ließen Großchancen ungenützt. Trotz dieser Tatsache wird der österreichische Offensivspieler Harnik genauso wie Innenverteidiger Prödl das Topspiel wohl neuerlich nur von der Bank aus verfolgen dürfen.

Speziell für Zugang Pizarro ist es gegen seinen Ex-Club (genauso wie für Tim Borowski) eine besondere Partie. "Wir stehen in der Tabelle nicht so gut da und brauchen die Punkte. Das Spiel gegen die Bayern ist die Chance, unsere Situation entscheidend zu verbessern", sagte der Peruaner. Der 29-Jährige ist sich auch durchaus bewusst, dass "ich noch ein paar Schwierigkeiten habe, weil mir die Spielpraxis fehlt", glaubt aber auch an eine erfolgreiche Zukunft. "Ich bin optimistisch, dass es bald besser wird", betonte der Ex-Chelsea-Stürmer.

Respekt vor Bremen
Der Meister und Cupsieger aus München hat jedenfalls durchaus Respekt vor den Bremern. "Sie werden nicht mit hängenden Köpfen kommen, wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen", versicherte Bayerns-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Unabhängig davon ist die Elf von Coach Jürgen Klinsmann siegessicher. "Das wird wie ein Champions-League-Spiel. Da gibt es keine Punkte für Bremen", prophezeite Daniel van Buyten, Schütze des Siegtreffers der Münchner in Bukarest.

Beim Tabellenzweiten kehrt der französische Mittelfeld-Superstar Franck Ribery nach 95-tägiger Absenz wegen einer Fußverletzung in den Kader zurück. Ob er auch gleich in der Startelf stehen wird, ist ungewiss. "Körperlich bin ich der Alte. Das Ballgefühl ist wieder da", sagte der 25-Jährige, der auf einen Einsatz gegen den Nord-Rivalen brennt. "Ich wünsche mir, von Anfang an am Samstag gegen Bremen zu spielen." Unsicher ist auch, ob der nach dem Bukarest-Spiel angeschlagene Miroslav Klose, für den "Edeljoker" Lukas Podolski die Angriffs-Alternative ist, einlaufen kann.

Noch immer ohne Flügelflitzer Ümit Korkmaz, der nach seinem Mittelfußbruch noch einen Trainingsrückstand aufholen muss, tritt Eintracht Frankfurt (16.) die schwere Reise nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04 (3.) an. Die "Blau-Weißen" peilen im eigenen Stadion den dritten Heimsieg in Serie an und wollen damit weiterhin ungeschlagen bleiben.

(apa/red)

20.9.2008 07:18