Debütanten könnten Eliteliga aufmischen:
Zypern, Rumänien & Weißrussland vertreten
- Rapid-Killer Anorthosis Famagusta erzwang den Erfolg
- Rumänien schickt gleich 2 Mannschaften in den Ring

·Scolari und Chelsea
nehmen Titel ins Visier
ÖFB-Legionäre haben bei
CL-Auftakt Heimvorteil
·CL-Hammergruppe H mit Real und "Juve"
Österreich-Duell mit Prödl
und Harnik in Gruppe B
·Champions League: Auslosung 2009/10
Spiele und Ergebnisse
der Fußball-Elite-Liga
Namenlose "Underdogs" aus Zypern, Rumänien und Weißrussland haben im Unterschied zu Galatasaray Istanbul, Spartak Moskau, Olympiakos Piräus oder die Glasgow Rangers den Sprung in das Millionenspiel Champions League geschafft. Vier Debütanten dürfen sich in der beginnenden europäischen Fußball-Königsklasse mit Manchester United oder Real Madrid messen.
Die "Exoten" CFR Cluj aus Rumänien, BATE Borisow aus Weißrussland und Anorthosis Famagusta aus Zypern sind ebenso dabei wie Zenit St. Petersburg, als amtierender UEFA-Cup-Sieger allerdings kein unbeschriebenes Blatt.
Famagusta nicht zufällig in der Millionenliga
Dem "Aufstand der Zwerge" ist auch Rapid Wien zum Opfer gefallen, der österreichische Meister ist so wie Olympiakos an Famagusta gescheitert. Beim Auftakt gibt es für die Zyprer in Bremen gegen Werder den ersten Auftritt in der großen Show. Von Zufall wollte Famagusta-Trainer Temuri Ketsbaja aber nichts wissen. "Im Fußball erreichst du nicht deine Ziele, indem du am Abend ins Bett gehst und am nächsten Tag in der Champions League aufwachst. Man muss hart arbeiten, und das werden wir auch in der Gruppenphase machen", erklärte er.
Famagusta überstand drei Qualifikationsrunden, die Aufgabe in Bremen scheint aber nicht zuletzt mit Blick auf die bisherigen Auswärtsspiele in Europacup-Hauptrunden zu schwierig. Anorthosis hat in 17 Partien 16 Niederlagen kassiert, nur einmal unentschieden gespielt und 79 Gegentreffer kassiert. Die Heimstärke (jeweils 3:0 gegen Rapid und Olympiakos) hat ihnen das Champions-League-Ticket gesichert.
BATE Borisow zu Gast in Madrid
BATE Borisow ist bei Real Madrid ebenso großer Außenseiter, auch wenn sich die Weißrussen nach Erfolgen über Lewski Sofia und den RSC Anderlecht in der Qualifikation stark reden. "Ich habe das nicht nur einmal gesagt, aber ich wiederhole mich mit Vergnügen: Wir haben eine tolle Mannschaft mit großem Potenzial", sagte BATE-Trainer Viktor Gontscharenko.
Einziges Problem: Bei den prominenten Gegner in der Gruppe H (Real Madrid, Juventus Turin, St. Petersburg) wäre das eigene Stadion in Borisow mit einer Kapazität von nur 5.402 Zuschauer viel zu klein, daher werden die Heimspiele in der Hauptstadt Minsk ausgetragen.
Rumänien schickt zwei Vertreter
Überraschend mit zwei Mannschaften in der Champions League vertreten ist Rumänien. Während Steaua Bukarest, Europacupsieger von 1986, zumindest auf eine glorreiche Vergangenheit blicken kann, ist Cluj (Klausenburg) Neuland. Cluj hat erst im Mai mit dem ersten Meistertitel den größten Erfolg der 101-jährigen Clubgeschichte gefeiert und damit einen direkten Platz in der Gruppenphase geholt.
Nun geht die Mannschaft aus Siebenbürgen mit einem kuriosen Rekord in das Gastspiel bei AS Roma: Cluj hat noch kein einziges Europacup-Match gewonnen. Im Vorjahr ging das Debüt auf europäischer Bühne gegen Famagusta mit 1:3 und 0:0 verloren.
60 Millionen in vier Jahren investiert
Unterschätzen sollte man den Verein aber nicht. Präsident Iuliu Buresan hat den Verein mit viel Geld herausgeputzt. 23 Legionäre, großteils aus Südamerika und Portugal, haben den Club zum Titel geführt. "Wir haben in den vergangenen vier Jahren rund 60 Millionen Euro investiert, um gute ausländische Spieler zu holen, die eine andere Einstellung und Siegermentalität haben", erklärte Muresan. Auch Steaua hat finanziell aufgerüstet und für Transfers ein jährliches Budget von 15 Mio. Euro aufgestellt.
Die Rumänen bilden, was den Erfolg von Clubs aus dem Osten betrifft, fast eine Ausnahme. Denn nur sechs Teams aus Osteuropa sind in der Champions League dabei: Cluj und Steaua, Borisow, St. Petersburg sowie die beiden ukrainischen Vereine Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk. Fünf davon waren direkt qualifiziert oder haben andere Clubs aus Osteuropa eliminiert. Die Ausnahme war Steaua, das sich gegen Galatasaray durchgesetzt hat.
(apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division