Rennrollstuhlfahrer holt 5. ÖPC-Medaille:
Geierspichler rollt über 800 Meter zu Bronze
- Salzburger stellt persönliche Saisonbestleistung auf

·Keine Bronzemedaille
für Tischtennis-Herren
Österreicher unterliegen
im Paralympics-Bewerb
·Eibecks Arbeit bleibt im Finish unbelohnt
Paralympics: Tag ohne Medaillen für Österreich
·Handbiker Schattauer
holt drittes ÖPC-Gold
Eibeck erobert Silber im Zeitfahren auf der Straße
·Vevera holt zweite
ÖPC-Goldmedaille
Paralympionike gewinnt
den Tischtennisbewerb
·42-Jährige gewinnt
1. Gold für Österreich
Paralympics: Scherney
im Weitsprung siegreich
·ParalymPICS: Die
Bilder aus Peking!
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Der Österreicher Thomas Geierspichler hat auch bei seinen dritten Paralympics zumindest eine Medaille erobert. Nach Bronze im Rollstuhl-Marathon 2000 in Sydney und fünf Medaillengewinnen 2004 in Athen holte der Salzburger am Dienstag in Peking Bronze über 800 m.
Geierspichler freute sich über den Podestplatz wie über einen Sieg. "Das war das Rennen meines Lebens", meinte er. "Gold und Silber waren für mich und den Rest der Welt außer Reichweite." Der Top-Athlet sprach damit die Chancenlosigkeit vieler Athleten gegen neue Konkurrenz an, nachdem es für diese 13. Paralympics etliche Klassenzusammenlegungen gegeben hatte. Die beiden vor ihm platzierten Japaner waren somit für ihn von Haus aus außer Reichweite.
Dieses Thema liegt Geierspichler besonders am Herzen. "Da tritt man gegen Leute an, die trainieren die Hälfte, rauchen, und gewinnen", erklärte der 32-Jährige, ehe er zur Medaillenfeier ins Österreich-Haus fuhr. In dieser Entwicklung sieht Geierspichler auch einen Grund, warum es diesmal nicht gar so viele Medaillen für Österreich gab.
"Als ob Frauen und Männer gegeneinander laufen"
In Sydney reichte es zu zwei Gold-, sieben Silber- und sechs Bronze-Medaillen für die ÖPC-Truppe, in Athen gar acht Gold-, elf Silber- und vier Bronze-Medaillen. "Das ist eine Fehlentwicklung im Behindertensport", meinte Geierspichler. "Es gibt ja auch den sozialen Aspekt. So wie es jetzt ist, führt es dazu, dass die Querschnittler wieder zu Hause bleiben werden. Es ist so, als ob Frauen und Männer gegeneinander Marathon laufen."
Umso stolzer war Geierspichler über seinen Medaillengewinn in Peking."Ich war schon der Früh sehr locker, ich wollte heute mein Ding durchziehen." Der Anifer hatte sich sofort in den Windschatten des Führungsduos begeben, ehe er das Tempo nach 500 m nicht mehr mitgehen konnte. "Ich zog dann mein eigenes Tempo durch und bei der 200-m-Marke sah ich auf der Vidi-Wall, dass ich auf sicherem Bronzekurs liege! Das war eines der besten Feelings in meiner bisherigen Laufbahn."
Seine persönliche Bestzeit toppte Geierspichler in 1:56,26 Minuten um rund drei Sekunden. "In Anbetracht der Zusammenlegung vieler Klassen war das mein persönlicher Goldlauf." Nur sein 1.500-m-Titel in Sydney wertete der querschnittgelähmte Rennrollstuhlfahrer höher. "Aber emotional kommt es gleich danach, das war wie ein Sieg." Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer gratulierte wieder postwendend.
(apa/red)
