Wahlkampf im Zeichen der Krise: Obama & McCain streiten über Wirtschaftskompetenz
- Obama greift seinen Kontrahenten McCain frontal an
- Republikaner: "Das sind sehr, sehr schwere Zeiten"
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Bank Lehman Brothers
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1850 im US-Bundesstaat Alabama gegründet
Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor ist zwischen den beiden US-Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama ein Streit entbrannt, wer die größere Wirtschaftskompetenz zur Lösung der Krise hat. Die Demokraten kritisierten die Aussage des Republikaners McCain, wonach die Grundlagen der US-Wirtschaft weiterhin stark seien, als abgehoben und inkompetent.
Sie ließen einen neuen TV-Spot ausstrahlen, der die Frage aufwirft: "Wie kann John McCain unsere Wirtschaft reparieren, wenn er nicht versteht, dass sie kaputt ist? " Obama selbst äußerte bei einem Wahlkampfauftritt in Colorado Unverständnis über McCains Einschätzung: "Senator McCain, von welcher Wirtschaft sprechen Sie?"
"Sehr, sehr schwere Zeiten"
McCain hatte nach der Insolvenz der New Yorker Investmentbank Lehman Brothers auf einer Wahlkundgebung in Florida gesagt: "Die Grundlagen unser Ökonomie sind stark, aber das sind sehr, sehr schwere Zeiten." Bei einem späteren Auftritt am selben Tag wiederholte er diese Einschätzung nicht. In mehreren TV-Interviews am Dienstag kritisierte McCain dann den Finanzsektor, der durch unverantwortliche Geschäfte die wirtschaftliche Lage vieler Arbeitnehmer erschwere. "Wir sind derzeit die Opfer von Gier, Ausschweifung und Korruption an der Wall Street", sagte McCain im Sender CNN. In einem Gespräch mit dem Sender ABC bezeichnete er die Wall Street als "Casino", das die Arbeitnehmer in den USA "betrogen" habe.
Laut einer Umfrage des Instituts Rasmussen hat die Wirtschaftslage derzeit für 43 Prozent der Befragten Priorität bei der Wahlentscheidung. Auf Platz zwei folgt mit 23 Prozent der Nennungen die nationale Sicherheit. Der Umfrage zufolge haben 49 Prozent in wirtschaftspolitischen Fragen mehr Vertrauen zu McCain, Obamas Wert lag bei 45 Prozent.
(apa/red)
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