Anti-Islam-Kongress in Köln untersagt: Veranstaltung gefährdet Bürger-Sicherheit
- Polizei setzte gegen Demonstranten Schlagstöcke ein
- Beamte: "Wir lassen uns die Gewalt nicht gefallen"
·Ausschreitungen bei Anti-Islam-Kongress
Sechs Festnahmen nach
Aufmarsch in Deutschland

Die Polizei hat ein Rechtsradikalen-Treffen in der Kölner Innenstadt kurzfristig verboten. "Die Sicherheit unserer Kölner geht vor", sagte ein Polizei-Sprecher. Zuvor war es zu Ausschreitungen linksautonomer Gegendemonstranten gekommen. Sie hätten Barrikaden aufgebaut und die Polizei mit Steinen beworfen. Die Polizei drängte die teils vermummten Angreifer mit Schlagstöcken und einer Reiterstaffel zurück.
Während etliche Tausend Bürger friedlich in die Kölner Innenstadt kamen, um sich an den Protesten gegen den Anti-Islamisierungs-Kongress zu beteiligen, kam es am Rande zu Angriffen militanter Gegendemonstranten auf Polizisten. Sie versuchten nach Polizeiangaben, Beamten die Schusswaffen zu entwenden. Die Polizei habe darauf mit einem Schlagstockeinsatz reagiert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Die genaue Zahl war zunächst aber noch unklar. Weitere Beamte wurden laut Polizei mit Steinen und einem Knallkörper beworfen. Dabei sei ein Polizist verletzt worden.
Ein von den Autonomen eingeschlossener Journalist habe von der Polizei befreit werden müssen, sagte ein Polizei-Sprecher. Die rechtsradikale Wählervereinigung "Pro Köln" wollte auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt ein Treffen mit bis zu 1.500 Sympathisanten abhalten. Bis Mittag waren aber nur etwa 50 eingetroffen.
(apa/red)
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