Durchbruch in bolivianischer Staatskrise? Regierung und Opposition zum Dialog bereit
- Morales' Reformprojekt soll neu verhandelt werden
- Umstrittene Festnahme: Gespräche fast gescheitert

Die linksgerichtete Regierung Boliviens und die konservative Opposition haben sich doch noch auf Verhandlungen zur Beilegung der schweren Staatskrise geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten kurz zuvor für die Opposition der Präfekt des Departements Tarija, Mario Cossío, und Regierungsvertreter.
Zuvor waren die Vorgespräche fast noch an der Festnahme des ebenfalls oppositionellen Präfekten des Departements Pando, Leopoldo Fernández, gescheitert. Ihn macht Präsident Evo Morales für ein Massaker unter seinen Anhängern mit mindestens 15 Toten verantwortlich.
Bei den Verhandlungen geht es im Kern um das von Morales betriebene Reformprojekt. Es sieht die Umverteilung von Wohlstand aus den wirtschaftlich erfolgreicheren Regionen im Osten und Süden des Landes zugunsten der überwiegend verarmten Indio-Mehrheit im westlichen Hochland anstrebt. Die Opposition wehrt sich dagegen erbittert.
(apa/red)
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