Zäsur für schwarzes Kernland Bayern: CSU-
Alleinherschaft ist nach 46 Jahren zu Ende
- Landtagswahl: SPD sackt auf ein historisches Tief ab
- FDP schafft mit 10,2 % den Einzug ins Maximilianeum
·Vorerst rollen keine Köpfe in Bayern-CSU
SPD und Grüne wollen Vierer-Koalition bilden
·CSU-Debakel bringt
Berlin zum Beben
Auf Kanzlerin Merkel wartet jetzt viel Arbeit
·Bayern jenseits von Bier und Weißwurst
Modernisierungsmotor aber zutiefst traditionell

Ein beispielloses politisches Beben hat die jahrzehntelange Ära der CSU-Alleinherrschaft in Bayern beendet. Angesichts verheerender Stimmenverluste müssen die Christsozialen laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erstmals seit 46 Jahren die Macht im Freistaat teilen. Das Fiasko bei der Landtagswahl stürzt die CSU-Spitze aus Parteichef Huber und Ministerpräsident Beckstein in eine schwere Krise.
Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis blieb die CSU zwar stimmenstärkste Partei, verlor aber die absolute Mehrheit und sackte auf 43,4 Prozent ab. Die SPD sank auf 18,6 Prozent und damit auf ein historisches Tief. Die Grünen erreichten 9,4 Prozent. Die FDP zieht mit 8,0 Prozent in den Landtag ein, die Freien Wähler schafften mit 10,2 Prozent den Einzug ins Maximilianeum. Die Linke scheiterte mit 4,3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent.
Die CSU bekommt im neuen Landtag 92 Sitze, die SPD kommt auf 39 Mandate. Die Grünen sind mit 19 Abgeordneten im Landes-Parlament vertreten, die FDP mit 16 Abgeordneten und die Freien Wähler mit 21. Insgesamt sitzen künftig 187 Abgeordnete im Maximilianeum. (apa/red)
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