Schmied soll nach Wahl Molterer folgen:
Ministerin Wunschkandidatin für Faymann
- SP-Chef: "Wunderbares Signal für neue Dynamik"
- ÖVP: Missethon warnt vor "sozialer Misswirtschaft"

·Faymann spricht sich für starken Staat aus
SPÖ-Chef gegen soziales Risiko durch Kapitalmarkt
·SPÖ kann Vorsprung noch weiter ausbauen
"profil": Faymann in der Kanzlerfrage vor Molterer
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SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann plant offenbar schon die Besetzung der Regierungsämter nach der Wahl. "Meine Wunschvorstellung ist es, als Kanzler auch wieder das Finanzressort zu besetzen. Und dafür habe ich eine klare Wunsch-Kandidatin: Claudia Schmied", sagte er in einer österreichischen Tageszeitung. ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon bezeichnete diesen Wunsch als "gefährliche Drohung für die Geldbörsel der Österreicher".
Faymann erklärte in "Österreich", die derzeitige Bildungsministerin als Nachfolgerin von Finanzminister Wilhelm Molterer wäre ein "wunderbares Signal für neue Dynamik": Sie könnte das Finanzministerium "aus der Molterer-Blockade lösen wie die Bildung aus der Gehrer-Blockade".
Missethon warnt vor "Misswirtschaft"
Für Missethon wird damit "immer sichtbarer", dass es Faymann nur "um Macht und Posten" gehe. Ein SPÖ-Finanzminister wäre eine "Rückkehr zur sozialistischen Misswirtschaft, die wir eigentlich längst überwunden haben", meinte er in einer Aussendung. Fakt sei, dass die österreichischen Steuerzahler noch heute "jedes Jahr sieben Milliarden allein an Zinsen für die Schulden der sozialistischen Ära roter Finanzminister" zurückzahlen würden. Die rote "Unfähigkeit in Wirtschaftsfragen" könne man außerdem an den "überbordenden Wahlversprechen Faymanns" erkennen. (apa/red)
