Samstag, 20. September 2008

Scharfe Kritik an Gipfel von SPÖ & FPÖ:
ÖVP sei "nur an Macherhalt interessiert"

  • Prammer über Merkel als Partei-Vorbild verwundert
  • Strache: ÖVP ohne Konzepte für Zukunft Österreichs

Kritik am ÖVP-"Wirtschaftsgipfel" ist von SPÖ und FPÖ gekommen. Die stellvertretende SP-Parteichefin, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, wunderte sich darüber, dass die ÖVP auf das Vorbild Deutschlands setze. Und für FP-Chef Heinz-Christian Strache hat der Kongress gezeigt, dass die Volkspartei "nur am reinen Machterhalt" interessiert sei.

Die Nationalratspräsidentin verwies darauf, dass in dem von der CSU geführten Deutschland die Arbeitslosigkeit fast doppelt so hoch sei wie in Österreich und ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum habe. Und um "das zu realisieren, was in Deutschland tatsächlich besser ist" - nämlich das einkommensbezogene Karenzgeld - "hätte es nicht "des Schielens nach Deutschland gebraucht", so Prammer. Denn diese Maßnahme sei seit "mehr als zehn Jahren" eine Forderung der SPÖ-Frauen.

Für Strache hat sich in Linz gezeigt, dass die ÖVP "über keinerlei Konzepte für die Zukunft Österreichs" verfüge. Von einer "Politik der Vernunft und des Hausverstands" sei die ÖVP weit entfernt, sie habe weder soziale noch wirtschaftliche Kompetenz, meinte der FP-Chef. (apa/red)

20.9.2008 17:30