Kulinarischer Kick in den Karawanken: Bergtouren zwischen Kärnten und Slowenien
- NEWS: Christoph Wagner beim Gourmet-Hiking
- Im Herbst wird der Süden zum Schlaraffenland
Das Schlaraffenland, darüber sind sich Genießer einig, liegt im Süden. Weniger Einigkeit besteht schon darüber, wo dieser Süden beginnt. Keine Frage ist jedoch, dass die Karawanken, ob man sie nun von Kärnten oder von Slowenien aus "bezwingt", gleich mehrere höchst leckere Pforten in dieses Reich der Genüsse offerieren.
Auf der Kärntner Seite ist das zunächst der Karnerhof, von dessen Götzlstube aus man nicht nur den Dreisterneblick über den Faaker See auf den Mittagskogel, sondern auch die Teller-Panoramen von Thomas Guggenbergers Zweihaubenküche genießen kann, die zu den feinsten der Region gehört und die Leitmotive dieser kulinarischen Landschaft perfekt anstimmt: Da finden sich die erdigen Töne von Rote-Rüben-Gnocchi, Vanille-Polenta und Bergkräutern neben deutlichen Akzenten von Wild- und Fleischküche, und auch das nahe Mittelmeer klingt mit Meeresfrüchten und Küstendüften durch. Weniger verfeinert, aber umso authentischer geht man mit diesem Material im benachbarten Gasthof Tschebull um, wo die Familie Tschemernjak seit Jahrzehnten am Schnittpunkt von Alpen und Adria eine Kasnudel-, Bohnen-, Sterz- und Holzkohlengrill-Küche der ursprünglichen Art auftischt. Fast noch ein wenig urtümlicher geht es an der Karawanken-Ostflanke in der "Dreiländer-Küche" von Johann und Elisabeth Ogris zu, die von Kärntner Maischerln über Pasta bis zum klassischen slowenischen Schmalzmus, dem Dober Mocnik, reicht.
Kärnten, spiegelverkehrt
Womit wir die kulinarischen Karawanken-Gipfel auch bereits überwunden hätten und mitten in der Krajina gelandet wären, einem nahezu spiegelverkehrten Kärnten, in dem allerdings slowenisch gesprochen, gesungen und gegessen wird. Eines der Zentren der Krainer Gastronomie ist zweifellos der idyllische Bleder See mit seiner Wallfahrtsinsel, die man nur mit Holzzillen oder Schwanenkähne erreicht. Hier hat sich in der ehemaligen Tito-Villa auch eines der besten slowenischen Restaurants etabliert. Andrej Kuhar serviert denkwürdige Kreationen wie Hummer mit Kalbskopf und Gerstengraupen oder Steinpilze im (bei unserem letzten Besuch in Abwesenheit des Meisters etwas zu) krossen Strudelmantel. Wer echte Krainer Gebirgsküche kennen lernen will, sollte auf jeden Fall einen Tisch in der "Mayer Penzion" bestellen, wo das Ehepaar Trseglav in großbürgerlich-rustikaler Atmosphäre die hohe Kunst der slowenischen Bauernküche von verschiedenen Polenta-und Strudelsorten bis zu Schwarzbrotknödeln, Nocken oder gebackenen Buchweizenkrapfen mit Lauch zelebriert. Dazu gesellen sich Forellen aus dem nahen Wocheiner See, und im Übrigen sollte man diese bezaubernde Edelschenke nicht verlassen, ohne zum Abschluss auch die süßen Strudel- und Knödelvarianten gekostet zu haben.
Mehr lesen Sie im NEWS Nr. 37/08.
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker07:04
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit

