Gourmet: Kulinarischer Kick in den Karawanken
Lukullische Highlights in Kärnten & Slowenien

Kärntens Kulinarik
Mittelkärnten mit seinen drei Regionen Norische Region, Kärntner Holzstraße und Hemmaland trifft mitten ins Herz des Landes. Sie ist die älteste Region Kärntens und die Quelle für Kärntens Mitte. Historiker sind sich fast einig: Hier hat sich das erste Staatsgebilde im Ostalpenraum, das keltische Königreich Noricum, befunden. Sicher ist, dass es nirgendwo so viele antike Kunstschätze, Sehenswürdigkeiten und Raritäten gibt: die römisch-keltischen Ausgrabungen auf dem Magdalensberg, die Trutzburg Hochosterwitz, die romanischen Dome Maria Saal und Gurk. Sogar den meisten Bildstöcken oder Marterln begegnet man in Kärntens Mitte. Als Kontrapunkt das Tibetische Museum von Heinrich Harrer in Hüttenberg, dem verstorbenen Lehrer des Dalai Lama.
Die Region ist nicht nur eine bevorzugte Gegend für die kulturberührte Seele, sondern auch für den genussorientierten Leib. Es lohnt sich, in das Land hineinzuschmecken. Die Bauern haben gelernt, das Obst, das hier üppig wächst, aufs Beste zu veredeln und daraus sortenreinen Apfelsaft und -most zu pressen, gehaltvolle Schnäpse zu brennen und Gourmet-Essig herzustellen. Wenn es gilt, bei Prämierungen und Wettbewerben mit Qualität zu punkten, sind die Norischen Landwirte und Mostproduzenten an vorderster Stelle dabei. Sie verwenden alte Sorten wie Boskop, Bonapfel, Maschanzker, Erbachhofer oder Goldreinette, die schmackhafter, vitaminreicher und gesünder sind, als die Mode-Apferln. Mit den Apfelmösten und Schnäpsen heimsten sie schon zahlreiche Medaillen bei Prämierungen ein.
Solcherart mit Köstlichkeiten verwöhnt, kommt auch die Spiritualität nicht zu kurz. Zu Ehren der Kärntner Nationalheiligen Hemma wurde der 800 Kilometer (davon 300 Kilometer in Kärnten) lange Hemmaweg angelegt, der in Slowenien seinen Ursprung hat und bis nach Gurk reicht. Auf dieser landschaftlich herrlich gelegenen Strecke trifft man überall auf Wirkungsstätten der Heiligen Hemma und zahlreiche historische und kulturelle Kraftplätze.
Das lukullische Slowenien
Seit eh und je vermischten sich ich in Slowenien die Einflüsse aus Ost und West, aus Nord und Süd. Dies merkt man nicht nur an der slowenischen Gastfreundschaft, sondern auch in der slowenischen Küche, die sich von Landschaft zu Landschaft stark unterscheidet. Seit jeher wurden zu den Speisen die ausgezeichneten heimischen Weine gereicht, die auf diesem Gebiet schon seit mehr als 2000 Jahren erzeugt werden.
Das Gasthaus (Gostilna)* ist das Herz des slowenischen Gastronomie- angebotes. Ein Gasthaus muss außer Getränken auch mindestens drei Gerichte anbieten, die für die Umgebung oder Region bekannt sind. Die Gasthäuser sind oft Familienbetriebe, die von der Einrichtung und vom Angebot her meistens die Tradition aufrechterhalten. Bei der Zubereitung der hausgemachten Gerichte folgen sie den Prinzipien gesunder Ernährung. Das kulinarische Angebot wird durch erstklassige slowenische Weine ergänzt, vor allem in den Weinbaugebieten. Das Merkmal eines Gasthauses sind Gemütlichkeit und herzliche Gastfreundlichkeit weshalb die Gäste auch immer wieder gerne kommen!
Mehlspeisen aus Buchweizen
Über 1200 Nationalgerichte zeugen von einer reichhaltigen Tradition. Darunter gibt es mehr als 100 verschiedene Suppen, unzählige Fleischgerichte, vor allem im Zusammenhang mit den sog. Schlachtfesten. Jeder slowenische Landesteil kennt seine eigenen Brotsorten.
Es gibt viele verschiedene Mehlspeisen, eine Besonderheit sind Speisen aus Buchweizen, einer Getreideart, aus der graues Mehl gewonnen wird. Weit verbreitet in Slowenien sind die sogenannten truklji, eine Art Topfenstrudel, den es aber in mehr als 100 Varianten gibt. Die Königin unter den slowenischen Speisen aber ist die besonders üppig gefüllte prekmurska gibanica. Vergessen Sie aber keinesfalls auch die potica (Potitze) zu probieren- einen zusammengerollten Hefekuchen, den die Hausfrauen mit Nüssen, Mohn, Rosinen, allerhand Kräutern, Quark, Honig oder Grieben füllen. An der Küste wird man Sie mit vielen originellen Fischgerichten überraschen. Die Spezialitäten der slowenischen Küche werden Ihnen in besseren Gasthäusern oder auf den Bauernhöfen, die sich mit dem Fremdenverkehr beschäftigen, serviert. Surfen Sie durch die Angebote für kulinarische Erlebnisse auf touristischen Bauernhöfen.
Doch nicht nur die Speisen, auch die slowenischen Weine werden Sie verzaubern. Die landschaftliche Vielfalt und unterschiedliche natürliche Bedingungen sorgen für ein sehr reichhaltiges Weinangebot. Unter den Weißweinen seien Laki und Renski rizling (Welsch- und , Rheinriesling) Sauvignon, Beli pinot (Weißburgunder) und Sivi pinot (Grauburgunder), ipon und Rumeni mukat (Muskateller) im Osten und Rebula und Malvazija an der Küste erwähnt. Von den Rotweinen gehören Merlot, Cabernet sauvignon, Refok und Barbera zu den Spitzenweinen. Auch bei den Roseweinen gibt es eine große Auswahl verschiedener Sorten. Einige spezielle slowenische Weine werden Ihr Herz höher schlagen lassen. Auf dem Karst ist das der rote Teran, ein reichhaltiger und angenehm säuerlicher Wein dazu. Im Vipava-Tal sind dies die autochthonen Weinsorten Zelen und Pinela, in der Region Dolenjska der leichte Rotwein Cviček.
Land des Weines
Slowenien ist ein richtiges Weinland. Die Weine, die es mit den Besten in der Welt aufnehmen können, sind der Stolz der Slowenen. Die Weinhügel durchziehen das Land, verleihen ihm Weichheit und Pracht. Pracht in mannigfaltiger Form! Überall sind die Verhältnisse anders ein anderer Boden, andere Weinsorten, andere Anbauarten und andere Weine, jedoch stets von bester Qualität.
In Slowenien gibt es drei Weinbaugebiete, die Sie auf Weinstraßen näher kennenlernen können.
Im Küsten-Weinbaugebiet unter der mediterranen Sonne gedeihen die Rotweinsorten, wie der bakannte Teran. Neben Rotweinen werden aber auch Weißweine, wie Rebula, Pinela und Zelen angebaut. Auf einer der Weinstraßen im Küstenland können Sie den größten Faß in Slowenien bewundern, der über 40 000 l Wein fassen kann. Hier wächst auch die älteste Weinsorte Refok.
Älteste Weinrebe der Welt
Das Drau-Weinbaugebiet ist für seine Qualitätsweißweine aus Slovenske gorice und Haloze berühmt. Welsch (Laki) und Rheinriesling (Renski rizling), Grauburgunder (Sivi pinot) und andere Weine werden in den großen Kellern der alten Städte gelagert.
Die Weinstraßen an der Drau laden mit der über 400 Jahre ältesten Weinrebe der Welt, die in Maribor jedes Jahr trägt, zum Besuch ein. Weingenießer sollten es nicht verabsäumen der berühmten Weinkeller in der ältesten slowenischen Stadt Ptuj zu besuchen, in dem auch der älteste slowenische Wein aus dem Jahr 1917 gelagert wird. In Gornja Radgona erwartet Sie ein Keller, in dem seit 140 Jahren ein ausgezeichneter Schaumwein (Zlata penina) nach der klassischen Champagner-Methode hergestellt wird.
Das Sava-Weinbaugebiet zeichnet sich durch den leichten, angenehm frischen roten Wein, genannt Cviček, aus. Sehr beliebt ist aber auch der samtige Črnina aus Metlika. Als Überraschungen erwarten den Gast hier die Öffnung von Weinflaschen nach Husarenart, nämlich mit einem Säbel, die größte Weinkelter Sloweniens, viele Schlösser und Burgen sowie eine der ältesten Apotheken Europas, die im Kloster in Olimje besichtigt werden kann.
Götzlstube im Karnerhof, 9580 Egg am Faaker See, Tel.: 04254/2188.
Tschebull, 9580 Egg am Faaker See, Egger Seeuferstraße 26, Tel.: 04254/2191.
Gasthof Ogris, 9072 Ludmannsdorf 13, Tel.: 04228/2249.
Restaurant Vila Bled, SLO-4260 Bled, Cesta svobode 26, Tel.: +386/4/5791500.
Mayer Penzion, SLO-4260 Bled, Zeleska 7, Tel.: +386/4/5741058 oder 5765740.
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