NEWS veröffentlichte neue Strache-Fotos: Grüne fordern Aufklärung vom FPÖ-Chef
- 'Warum hat Strache versucht, alles zu verharmlosen?'
- Strache: "Ich habe im Wahlkampf damit gerechnet"

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Sachverhaltsdarstellung gegen FPÖ-Chef Strache
Im Wahlkampf kocht nach der Veröffentlichung neuer "Wehrsport"-Bilder nun auch die Foto-Affäre rund um Heinz-Christian Strache wieder hoch. Die Grünen fordern umgehend Aufklärung vom FPÖ-Chef.
"Nach den nun aufgetauchten Fotos von Strache stellt sich die Frage: Warum hat Strache versucht, eine - wie er es nennt - Jugendsünde derart zu verharmlosen?", erklärte der stellvertretende Klubobmann der Grünen, Karl Öllinger. "Ganz offensichtlich handelt es sich hier um keine Paintball-Spielereien, sondern um paramilitärische Übungen mit bekannten Rechtsextremen", so Öllinger.
Grüne erwarten Aufklärung
"Auf den Fotos ist klar erkennbar, dass man entweder echte Waffen imitiert hat, oder dass es sich tatsächlich um echte Waffen gehandelt hat." Die Grünen erwarten nun Aufklärung von Strache.
Als problematisch sieht Öllinger auch die Tatsache, dass an diesen Übungen jemand teilgenommen hat, der noch immer Sektionschef im Verkehrsministerium ist. "Diese Person hat sich zu diesen Vorfällen nie öffentlich geäußert. Nun wäre es an der Zeit. Immerhin geht es um einen der wichtigsten Spitzenbeamten im Ministerium von Werner Faymann."
"Im Wahlkampf damit gerechnet"
"Ich habe damit im Wahlkampf gerechnet. Immer wenn die FPÖ gut liegt, muss man mit solchen Sachen rechnen. Das bestätigt, dass ich gewissen Kreisen im Weg bin", erklärte FP-Chef Heinz-Christian Strache am Rande einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Die Bilder seien alt, es handle sich um die gleichen wie von vor zwei Jahren und würden ihn beim Paintball-spielen zeigen, so Strache.
Wie bereits vor zwei Jahren werde mit Denunzierungen, falschen Unterstellungen und Behauptungen sowie Lügen gearbeitet, meinte der Bundesparteiobmann. Bei den Waffen, die auf den Fotos zu sehen sind, handle es sich um Softguns, wie sie beim Paintball verwendet werden. Die Ausrüstung sei geborgt gewesen. Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Spielstätten für Paintball gegeben habe, wurde im Wald gespielt. Danach habe man die Ausrüstung wieder zurückgegeben, erklärte Strache. Entstanden seien die Fotos in Kärnten.
BZÖ ohne Interesse
Das BZÖ hat eine Beteiligung an der wieder aufgewärmten Foto-Affäre rund um FPÖ-Chef Heinz Christian Strache zurückgewiesen. Die Bilder von Strache interessieren das BZÖ "überhaupt nicht" und es habe "auch kein Repräsentant des BZÖ etwas mit deren Veröffentlichung zu tun", sagte Generalsekretär Stefan Petzner in einer Aussendung. Strache hatte den zum BZÖ gewechselten Ewald Stadler als Übermittler der Fotos ausgemacht.
(apa/red)
