Dienstag, 9. September 2008

Konferenz der OPEC-Ölminister in Wien:
Keine Quoten-Veränderungen bis Dezember

  • Unsicherheitsfaktor sei Hurrikan-Saison in den USA
  • Niedrigster Preis für Barrel Öl seit fünf Monaten

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wird bis Mitte Dezember voraussichtlich keine Veränderungen an ihren Förderquoten vornehmen. Dies betonte der amtierende OPEC-Präsident Chakib Khelil unmittelbar vor der Konferenz der OPEC-Ölminister in Wien.

"Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir (bis zur nächsten OPEC-Konferenz) im Dezember nichts unternehmen", sagte der algerische Ölminister. Ein Unsicherheitsfaktor sei die Hurrikan- Saison in den USA, "die zu einer automatischen Produktionskürzung führen könnte".

Ungeachtet der in den vergangenen Wochen dramatischen Preissenkungen bei Rohöl erwarteten OPEC-Analysten von der OPEC-Konferenz in Wien keine Kürzung der seit sechs Monaten geltenden Förderquoten des aus 13 Ländern bestehenden Kartells. Mehrere Minister betonten allerdings, eine Drosselung der Produktion sei notwendig, falls der Preis für ein Barrel unter die Marke von 100 US-Dollar fallen würde.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) fiel zuletzt in New York um 2,47 Dollar auf 103,87 Dollar pro Barrel. Das war der niedrigste Preis seit fünf Monaten.

(apa/red)

9.9.2008 22:48