Montag, 8. September 2008

Rudolf Leiner mit 95 Jahren verstorben:
Veranlasste Expansion des Möbelimperiums

  • Kika/Leiner-Gruppe besitzt 50 Filialen in Österreich
  • Machte väterlichen Betrieb zu Top-Unternehmen

Die Stadt St. Pölten trauert um eine ihrer herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten: Einer Aussendung des Magistrates zufolge ist Rudolf Leiner, der den elterlichen Betrieb zum Möbelimperium mit derzeit 50 Häusern in Österreich (Kika/Leiner-Gruppe) ausgebaut hatte, am Montag im 96. Lebensjahr verstorben.

Rudolf Leiner lernte den Handel von der Pike auf. Nach der Handelsakademie trat er anfangs der 1930er Jahre bei den Firmen Mayer und Neumayer in Salzburg als Volontär ein und arbeitete in Kaufhäusern in Graz und Innsbruck, ehe er 1935 in den väterlichen Betrieb zurückkehrte. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft wirkte er am Neuaufbau des Unternehmens mit und übernahm 1948 als geschäftsführender Gesellschafter die Leitung. Das Unternehmen ging bald auf Expansionskurs. Ab 1973 wurde die Kika-Handelsgesellschaft als zusätzliches Standbein gegründet.

Rudolf Leiner habe immer am Zentralstandort St. Pölten festgehalten und darüber hinaus bei vielen städtischen Anliegen und Initiativen seinen Lokalpatriotismus unter Beweis gestellt. "Mit ihm ist wirklich ein großer Doyen unserer Stadt von uns gegangen", sagte Bürgermeister Matthias Stadler.

St. Pölten zeichnete Rudolf Leiner 1975 mit dem Ehrenring und 2001 mit der Ehrenbürgerschaft aus. Auch Land und Bund würdigten die Verdienste des Unternehmers.

(apa/red)

8.9.2008 17:25