Mittwoch, 10. September 2008

Ohne Janko fehlte die Durchschlagskraft:
Maierhofer war ein nur mangelhafter Ersatz

  • Jankos offensive Präsenz fehlte ÖFB in jeder Hinsicht
  • Rapids Erfolgsstürmer zeigte nur technische Mängel

Österreichs Fußball-Nationalteam hat nach dem sensationellen 3:1-Erfolg im Heimspiel gegen Frankreich im zweiten WM-Qualifikationsmatch gegen Litauen 0:2 verloren. Der Hauptgrund dafür, dass es in Marijampole nicht einmal einen Zähler für die Brückner-Truppe gab, lag am Ausfall von Marc Janko. Ohne den Salzburg-Torjäger, der gegen Frankreich einmal getroffen und einen Elfer herausgeholt hatte, fehlte im Angriff die Durchschlagskraft.

Rapid-Stürmer Stefan Maierhofer, der gegen die Franzosen erst in Minute 89 eingewechselt worden war und nur aufgrund der Magen-Darm-Erkrankung von Janko in Litauen erstmals in die ÖFB-Startformation aufrückte, war kein adäquater Ersatz für den neuen Lieblingsschüler von ÖFB-Neo-Teamchef Karel Brückner. Sogar seine 2,02 m Körpergröße waren diesmal im Luftkampf nicht der gewohnte Trumpf. Auch sonst zeigte Maierhofer im Vergleich mit Janko technische Mängel und hatte im Duell mit den litauischen Verteidigern meist das Nachsehen.

Linz hinterließ Spuren
Für Roland Linz, unter Ex-Teamchef Josef Hickersberger noch die klare Nummer eins im Sturm, war das Litauen-Gastspiel dagegen bereits vor der Abreise des ÖFB-Teams vorbei. Der Portugal-Legionär war wegen eines Magen-Darm-Virus schon am Dienstag anstelle nach Kaunas zurück zu seinem Verein nach Braga geflogen. Seine Erkrankung hinterließ jedoch Spuren in den ÖFB-Reihen, wie der Ausfall von Janko bewies.

Linz steht aber unter Brückner, der bekanntlich die physische Präsenz ganz langer Kerle wie Janko (1,96) und Maierhofer im Angriff bevorzugt, derzeit auch im gesunden Zustand ebenso wie Helsingborg-Legionär Roman Kienast im Abseits. Erwin Hoffer, der gegen die Litauer erst bei 0:2 in der 66. Minute als zweite Spitze aufs Feld kam, war zwar weitaus gefährlicher als sein Rapid-Teamkollege Maierhofer, doch auch ihm blieb der Torerfolg versagt. Der nur 1,76 m große 21-Jährige prüfte aber immerhin den gegnerischen Schlussmann einmal ernsthaft (72.) und traf zudem noch aus extrem spitzem Winkel Aluminium (74.).
(apa/red)

10.9.2008 23:38